Sonthofen
386000 Euro fürs Gymnasium

Da strahlen Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl und Direktor Hubert Thiele gemeinsam, auch wenn ihnen sonst die knapp 15 Millionen Euro teure Sanierung des Gymnasiums eher manche Sorgenfalte beschert: Sie erhielten jetzt 386000 Euro Zuschuss - natürlich nicht bar, sondern als Bewilligungsschreiben. Gern gesehener Gast war da in der Schulmensa der «Bote» - Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der spendablen Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die hatte zuvor bereits 125000 Euro für die Planung locker gemacht.

Miese Luft, alte Technik, hoher Energiebedarf und Mängel beim Brandschutz - es war höchste Zeit, am Gymnasium eine grundlegende Sanierung anzupacken. Daran erinnerte Bürgermeister Hubert Buhl, und dass man mit Hilfe der Umweltstiftung den richtigen Weg gewählt habe: Das Pilotprojekt solle zeigen, dass sich ein solches Gebäude sogar zum Passivhausstandard umbauen lasse. Doch man wäre an die Förderungen nicht herangekommen, hätte nicht das Architekturbüro Haase die Fäden gesponnen.

Das Projekt solle wegweisend sein für die Sanierung vieler anderer Gebäude, sagte Schulleiter Thiele und freute sich über die 386000 Euro Zuschuss: «Das ist eine ungeheure Summe Geld.» Dank zollte Thiele dem Büro Haase für die sehr gute, in dieser Art noch nie erlebte Zusammenarbeit, dem Team im Gymnasium sowie dem Stadtrat für einen fairen, offenen Umgang.

«Wir müssen bei der Energie schnellstens umkehren», betonte Architekt Werner Haase und hatte dabei nicht nur das Gymnasium, sondern Gebäude allgemein im Visier. Ziel beim aktuellen Projekt sei, die Energiekosten massiv herunterzufahren und mit eingesparten Unterhaltskosten zinsgünstige Darlehen zu tilgen. Allein für die Heizung benötige die Schule derzeit rund 130000 Liter Öl jährlich. Ein Abbruch und Neubau hätte laut Haase 22 bis 30 Millionen Euro verschlungen. Was es nun gebe, koste nicht über 15 Millionen Euro und die Stadt selbst (nach Eingang der Zuschüsse) weniger als 8 Millionen.

«Sehr gut angelegt» sieht den Zuschuss in Sonthofen DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Er zielte dabei auf den um 80 Prozent gesenkten Energieverbrauch, die Bedeutung für den Klimaschutz und die Vorbildfunktion für die Schüler ab. Die Sanierung in Sonthofen werde ein Vorzeigeprojekt für andere, versicherte er.

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