Wild
33 Hirsche im Wintergatter in den Lechtaler Alpen (Tirol) erschossen: Jäger in Bayern empört

Symbolbild Rotwild.

In der Nacht von Samstag, 08. auf Sonntag, 09. Februar sind in einem Wintergatter bei Kaisers in den Lechtaler Alpen in Tirol 33 Hirsche erschossen worden. Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, begründet der Landesveterinär den Abschuss mit der Tuberkulose (TBC)-Bekämpfung. In einer Erklärung des Landesveterinärdirektors Josef Kössler heißt es, die Tiere seien „in kürzester Zeit schonend und tierschutzgerecht entnommen“ worden.

Empört über die Aktion sind sowohl Jäger in Bayern, als auch der Bürgermeister und Anwohner von Kaisers. 45 Minuten lang habe man laut Medienberichten die Schüsse im Dorf gehört. In Bayern ist der Abschuss von Wild in Wintergattern grundsätzlich verboten. 

Die toten Tiere in Tirol würden nun laut AZ auf Tuberkulose-Erreger untersucht. Wie das Landesveterinäramt mitteilt, liege die Tbc-Infektionsrate in dem betroffenen Revier in Kaisers „deutlich über dem Durchschnitt“. Zudem weist die Behörde darauf hin, dass die Krankheit auf Menschen übertragbar sei. Manfred Werne, Ehrenvorsitzender des Kreisjagdverbandes Kempten, ist sauer. Gegenüber der AZ empört er sich, dass der Kampf gegen Tbc hergenommen worden sei, um ein Massaker zu rechtfertigen. Es sei „unglaublich“, dass das Rotwild nicht artgerecht erlegt wurde.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe unserer Zeitung vom 12.02.2020.

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