Ottobeuren
28 Mitarbeiter erhalten Kündigung

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Der Ottobeurer Wertstoffhof in der alten Klosterökonomie wird zum Jahresende aufgelöst. Mit dem neuen Gebäude, das der Landkreis derzeit südlich des landkreiseigenen Salzstadels an der Entlastungsstraße errichtet, kommen weitere Neuerungen. Der Landkreis Unterallgäu wird den neu gebauten Wertstoffhof ab Januar 2010 selbst betreiben, nachdem sich die Marktgemeinde zurückzieht. Das betrifft auch die Kompostieranlage in Hawangen. Die bisherigen 28 Mitarbeiter haben nach Angaben von Bürgermeister Bernd Schäfer ihre Kündigung erhalten.

Auf Anfrage erläuterte der Rathauschef die Gründe für die Marktgemeinde, sich aus dem Betrieb des Wertstoffhofes zurückzuziehen. Den 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe er in einer Versammlung am 25. September die Kündigung übergeben. Gleichzeitig machte Schäfer aber deutlich: «Das hat nicht an der Leistung des Personals gelegen, die war in den letzten zwei Jahren hervorragend.»

Allerdings sei die Verwaltung dieses Personenkreises von geringfügig Beschäftigten im Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVÖD) «sehr aufwendig» geworden. Der Wertstoffhof belegte nach Schäfers Worten «rund 20 Prozent der Kapazität der Personalverwaltung» und erforderte zudem durch häufigen Wechsel beispielsweise bei Schülern einen zusätzlichen Aufwand.

Der Personalrat der Marktgemeinde, der angehört wurde, habe den Kündigungen nicht zugestimmt, räumte Schäfer ein. Die Kündigungen seien für ihn aber folgerichtig, nachdem die Betriebsgrundlage weggefallen sei.

Neben den 22 kommunal betriebenen Wertstoffhöfen wird demzufolge künftig Ottobeuren privat betrieben. Ähnliches gilt im Landkreis lediglich für die Deponie in Breitenbrunn. Der Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft beim Landratsamt, Anton Bauer, erklärte, der Landkreis habe auf den Ottobeurer Rückzug reagieren müssen. Der Umweltausschuss des Landkreises habe beschlossen, den Service an ein privates Unternehmen zu übertragen.

Die Firma Hörger in Sontheim an der Brenz habe nach der Ausschreibung den Zuschlag erhalten und kümmere sich derzeit selbst um neue Mitarbeiter. Bauer kündigte gleichzeitig einen erweiterten Service an. So soll die wöchentliche Öffnungszeit von achteinhalb auf elf Stunden zu verschiedenen Tageszeiten ausgeweitet werden. Wie Bauer weiter erklärte, habe man der künftigen Service-Firma nahegelegt, bevorzugt im bisherigen Personenkreis nach Mitarbeitern zu suchen.

Bewerbungen noch möglich

Wie eine Nachfrage bei Geschäftsführer Bernd Hörger ergab, sollen in Zukunft nur noch etwa zehn Mitarbeiter den Wertstoffhof betreuen. Bewerbungen seien noch möglich und Gespräche mit Interessenten für November geplant.

Als entscheidende Voraussetzungen nennt Hörger «Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Bereitschaft zum Anpacken.»

Kontakt Bewerbungsschreiben können per Post an die WRZ Hörger GmbH und Co.KG, Industriestr. 3, 89567 Sontheim/Brenz oder an die E-Mail-Adresse info@wrz-hoerger.de gerichtet werden.

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