Kempten
28 Kommunen bei CO2-Diät dabei

Sieben Unternehmen in der Region beteiligen sich inzwischen an der Aktion «Klimaschutz - das Allgäu handelt». 28 Stadt- und Gemeinderäte haben einer Teilnahme zugestimmt, 23 davon sind bereits bei der Arbeit. Ziel der Kommunen wie der Unternehmen ist es, die CO²-Emmissionen zu mindern und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch eine effizientere Energie-Nutzung können die Bemühungen aber auch zu beträchtlichen Einsparungen führen.

Vergangenen Sommer war die Allgäuer Klimaschutz-Initiative gestartet worden. Seitdem versucht das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza), Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen für eine Mitarbeit zu gewinnen. «Bei den Privatpersonen könnte sich mehr tun», gibt Eza-Chef Martin Sambale zu. Gut 100 Privatleute haben sich für die sogenannte CO²-Diät registrieren lassen. Bei ihnen wurden anhand der Lebensgewohnheiten der Energieverbrauch und die dadurch verursachten CO²-Emmissionen ermittelt. In einem zweiten Schritt werden Minderungsziele festgelegt: zum Beispiel, öfters mal auf das Auto oder eine Flugreise verzichten. Für nicht vermeidbare Emissionen kann eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden. Dieses Geld fließt in ein regionales Klimaschutzprojekt. In welches soll demnächst bekannt gegeben werden. Es könnte zum Beispiel eine große Photovoltaik-Anlage sein.

Ganz neu ist ein CO²-Rechner für das i-Phone. Er gibt Auskunft über die persönliche CO²-Bilanz. Als Besonderheit zeigt er für verschiedene Lebensmittel die bei Produktion und Vertrieb entstehenden Emissionen an. Zudem bekommt man gesagt, wie weit man statt mit dem Auto Rad fahren müsste, um diese Emissionen auszugleichen. Weitaus umfangreicher ist eine CO²-Diät bei Unternehmen. Hier müssen Produktionsprozesse und -bedingungen sowie der Energieverbrauch genau unter die Lupe genommen werden. «Interessant ist das vor allem für energieintensive Branchen», so Sambale.

Die Beratungskosten für Kommunen, die an der Klimaschutz-Initiative teilnehmen, werden zu 70 Prozent vom Bundesumweltministerium bezuschusst. «Wir geben die Impulse, die Entscheidungen aber müssen vor Ort fallen», sagt Dr. Hans-Jörg Barth, Projektleiter Klimaschutz bei Eza. Nach seinen Worten werden in den teilnehmenden Gemeinden Energieteams gebildet. Diese bestehen aus sechs bis zehn Bürgern der Gemeinde - Energieexperten, Mitarbeiter der Verwaltung oder einfach nur engagierte Bürger. (mun)

Infos auch im Internet: www.eza-allgaeu.de/klimaschutz

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