Marktoberdorf / Ostallgäu
2500 Helfer fürs Ergebnis

244596 Bürger sind am Sonntag aufgerufen, im Wahlkreis Ostallgäu 257 ihre Stimme abzugeben. Wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, sind rund 2500 Menschen im Einsatz, um die Stimmen auszuzählen, damit gegen 21 Uhr ein vorläufiges Endergebnis feststeht. Dahinter steckt für Kreiswahlleiter Ralf Kinkel, Jurist am Landratsamt Ostallgäu, mit seinem Team großer logistischer Aufwand.

Die Arbeit des von der Regierung bestellten Kreiswahlleiters beginnt lange vor der Abstimmung. So prüft die Behörde, ob die Wahlvorschläge der Bewerber den Vorschriften genügen. Ende Juli entschied der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der Kandidaten. Dabei gab es heuer eine Besonderheit: Während fast zeitgleich der Landeswahlausschuss in München die Liste der Freien Union (Gabriele Pauli) aus formalen Gründen vom Stimmzettel strich, wurde der hiesige Direktkandidat der FU zugelassen. «Damit ist der Wahlkreis einer von fünf Wahlkreisen in ganz Deutschland, in denen dies der Fall war», so Kinkel.

Durch den Einsatz der EDV bei der Übermittlung von Wahlergebnissen ist es mittlerweile möglich, am Wahltag mit kleiner Besetzung als Zentrale für die 80 Gemeinden zu wirken. In früheren Zeiten wurden die Zahlenkolonnen aus den Gemeinden an mehreren Telefonarbeitsplätzen erfasst, was viel Personal erforderte und Fehlerquellen bei der Übermittlung eröffnete.

Fast alle Gemeinden leiten inzwischen ihre Ergebnisse elektronisch weiter. Bei dieser Bundestagswahl melden zudem erstmals auch die 30 Unterallgäuer Gemeinden ohne die Zwischenschaltung des Landratsamtes in Mindelheim ihre Ergebnisse an die Kreiswahlleitung in Marktoberdorf. Damit soll die Zusammenfassung zum (vorläufigen) Ergebnis beschleunigt werden. Mit den ersten Zahlen aus den Gemeinden wird ab 19 Uhr gerechnet. «Unabhängig davon stehen wir natürlich vor und während der Wahl im Kontakt mit dem benachbarten Landratsamt und den beiden kreisfreien Städten», ergänzt Kinkel.

Mit verstärktem Einsatz der EDV steigt die Abhängigkeit von dieser Technik. Daher sind die Mitarbeiter der Kreiswahlleitung mit der Software bestens vertraut. Zur Sicherheit sind Mitarbeiter der EDV in Bereitschaft, um gegebenenfalls Probleme zu lösen.

Prüfung der Unterlagen

Am Tag nach der Wahl müssen die Gemeinden ihre Wahlunterlagen im Landratsamt abgegeben. Ab Montag stehen rund 20 bis 25 Mitarbeiter für die Nachprüfung bereit. Dabei werden die Feststellungen der Wahlvorstände auf Plausibilität, Fehler beim Addieren und die getroffenen Entscheidungen über die Ungültigkeit von Stimmen geprüft.

Nach dieser Prüfung entscheidet der Kreiswahlausschuss darüber, ob Entscheidungen der Wahlvorstände bestätigt oder geändert werden. Der Ausschuss stellt dann das endgültige Wahlergebnis für den Wahlkreis fest. Mit der Übermittlung dieses Ergebnisses und der Unterlagen an die Landeswahlleitung ist die Arbeit des Kreiswahlleiters im Normalfall im Wesentlichen abgeschlossen.

Ein Musterstimmzettel steht auf der Internetseite des Landratsamtes Ostallgäu. Aktuelle Ergebnisse aus der Region gibt es am Wahlabend im Foyer des Landratsamts in Marktoberdorf und auf der Internetseite des Landkreises

www.lra-ostallgaeu.de

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen