Füssen
22 Millionen fließen nach Füssen

Investitionen von über 22 Millionen Euro sollen das Krankenhaus Füssen zukunftssicher, die medizinische Versorgung für die Bevölkerung auf hohem Niveau weiterentwickeln und die Klinik wirtschaftlich machen. Nach mehrmonatigen Planungen und Abstimmungen hat dies der Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren einstimmig beschlossen, hieß es gestern Abend in einer Pressemitteilung.

Antiquierte Bäder, Zimmer mit dem Charme der 1960er Jahre - eine Sanierung des Füssener Krankenhaus ist überfällig. Die Kliniken tüfteln daher seit langem an einem Ausbau- und Sanierungskonzept (wir berichteten mehrfach). Wie gestern mitgeteilt wurde, sieht das Konzept eine Beseitigung des alten Pflegebettenteils und einen Neubau vor. «Damit erhält das Krankenhaus erstmals seit seinem Bau vernünftige Stationsgrößen», erläutert Landrat Johann Fleschhut. Für diese Maßnahme hat der Freistaat Bayern bereits rund 6,6 Millionen Euro Fördermittel eingeplant.

Ein wesentlicher Punkt des Konzeptes ist der Ausbau der geriatrischen Rehabilitation von jetzt 20 auf 70 Betten. «Hier haben wir eine hohe medizinische Kompetenz, hervorragend qualifiziertes Personal und bereits jetzt eine starke Nachfrage, die wir seit einiger Zeit gar nicht befriedigen können», sagt Fleschhut.

Kliniken-Vorstand Dr. Susanne Schlichtner weist in diesem Zusammenhang «dankbar» auf die konstruktive Haltung der Krankenkassen und des Gesundheitsministeriums hin. Dieser Ausbau soll als erster Bauabschnitt realisiert werden, da die zusätzliche Bettenkapazität vorübergehend für die Akutpflege genutzt werden kann.

«Damit können wir den vollen Betrieb auch in der Bauzeit aufrecht erhalten und wir sparen eine Millionensumme für ein ansonsten notwendiges Raumprovisorium», freut sich Fleschhut. Auch im Geriatriebereich soll ein Gebäudeteil zunächst beseitigt und dann nach modernen Anforderungen wieder errichtet werden.

Als «riesigen Vorteil» für alle Beteiligten bezeichnen Schlichtner und Fleschhut die angestrebte medizinische und organisatorische Kooperation mit niedergelassenen Ärzten im, am oder beim Krankenhaus.

«Ein modifiziertes Konzept ist in Arbeit, was zu gegebener Zeit mit bereits vorhandenen Interessenten zielorientiert besprochen wird,» unterstreicht der Verwaltungsratsvorsitzende Fleschhut. «In wenigen Jahren kann das Krankenhaus Füssen wirtschaftlich arbeiten», prognostiziert Vorstand Susanne Schlichtner.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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