Bilanz
2010 leistete das THW Kaufbeuren rund 18000 Arbeitsstunden ehrenamtlich

Noch sind die Wetterkapriolen des Winters in der Region nicht derart ausgeprägt, als dass der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) Kaufbeuren ausrücken müsste. Doch mit rund 18000 geleisteten Arbeitsstunden habe der Kaufbeurer Ortsverband 2010 dennoch eine stattliche Tätigkeit vorzuweisen, erklärt dessen Öffentlichkeitsbeauftragter Piere Wasgien.

Vergangenes Jahr sei der Ortsverband von größeren Einsätzen verschont geblieben. Stattdessen war er vor allem auf seinem Spezialgebiet gefordert, so Wasgien. Denn die Kaufbeurer haben eine Fachgruppe Beleuchtung, die über eine breite Palette von Beleuchtungsmitteln verfügt, um Einsatzstellen oder Veranstaltungsorte großflächig auszuleuchten. Etwa 100 Quadratmeter können so weitgehend schattenfrei und ohne Blendwirkung taghell erleuchtet werden, weshalb die Gruppe vor zwei Jahren schon beim NATO-Gipfel in Baden-Baden angefordert wurde. «2010 waren wir unter anderem bei der Ausleuchtung der Allgäuer Festwoche», so Wasgien.

Der Kaufbeurer Ortsverband mit etwa 100 Mitgliedern, von denen 60 Aktive sind, gehört zum Geschäftsbereich Südschwaben, der aus neun Ortsverbänden besteht. Seit 55 Jahren leistet er Hilfe bei Katastrophen aller Art. Neben der Fachgruppe Beleuchtung waren aber auch die beiden Bergungsgruppen gefordert. So nahm der Kaufbeurer THW an Einsätzen wegen des Hochwassers in Ulm oder bei der Explosion einer Biogasanlage in Ruderatshofen teil. Zudem leistete der Ortsverband Hilfe beim Auf- und Abbau des Kaufbeurer Weihnachtsmarktes, half bei der Ostallgäuer Radltour mit, bot technische Hilfsleistungen und organisierte eine Reihe von Übungen wie den Brückenbau.

Immer mehr zu tun

«Die Arbeit wird für uns jedes Jahr mehr», meint Wasgien. Zwar könne der Ortsverband auf einen starken Nachwuchs blicken: Derzeit läuft die Jugendarbeit noch gut». Aber der Wegfall des Wehrdienstes könnte auch das Kaufbeurer THW treffen: Wenn es den nicht mehr gebe, entfalle für manchen der Grund, sich beim THW zu melden. So hofft er, dass die Neugier an der Technik weiterhin Jugendliche anlockt. «Was die nächsten Jahre bringen, müssen wir einfach abwarten», so Wasgien.

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