Junge Talente
16-jähriges Posaune-Talent aus Lindenberg

'Schwierige Frage' – Peter Schmauch muss erstmal überlegen, als er gefragt wird, in welcher Band er am liebsten spiele. Der 16-jährige Lindenberger ist derzeit in fünf Ensembles Mitglied, und jedes hat für ihn eine besondere Bedeutung. Denn Peter Schmauch gehört nicht zu den talentierten Jungmusikern, die ausdauernd daheim im Kämmerlein üben, um sich bei Wettbewerben zu beweisen. Ihm ist das Musikmachen mit anderen wichtig: Kaum ein Tag in der Woche vergeht, an dem er nicht Rock, Ska oder Jazz spielt. Seine Instrumente: Posaune und E-Bass.

In zwei Schulbands

Seit der vierten Klasse hat Peter Schmauch Posaunenunterricht. Die Big Band des Gymnasiums hat ihm einen neuen Schub gegeben, zu einem Zeitpunkt, als ihm sein Instrument fast langweilig wurde. 'Ich hatte jahrelang Stücke aus meinem Heft gespielt, und kaum geübt. Bei der Sieber-Band bin ich in dieses Jazz-Zeugs reingekommen, dann hatte ich wieder richtig Spaß', erzählt der Realschüler. Natürlich spielt er auch bei der Big Band seiner Schule mit, die früher von Walter Zwinger und Josef Stadlmaier geleitet wurde, inzwischen von Peters Vater Andreas Schmauch.

Body Supply ist die Band, mit der Peter seinen jüngsten Erfolg eingefahren hat. Die Westallgäuer wurden Sieger beim Szene-Star-Wettbewerb unserer Zeitung – zu ihrer eigenen Überraschung. 'Da waren extrem gute Leute dabei', sagt Peter, dem der 1. Platz nicht so viel bedeutet. 'Ich glaube, unseren Eltern war das wichtiger.' Die Ska-Formation Jump the Shark schließlich ist 'vielleicht meine Lieblingsband'. Vor Jahren hat er sie bewundert, heute gehört er – als Jüngster – dazu.

Die größte Herausforderung erlebt der Posaunist seit etwa einem halben Jahr im Landsjugendjazzorchester unter der künstlerischen Leitung von Harald Rüschenbaum. Unter all den ausgewählten Musikern machte der Westallgäuer die Erfahrung: 'Hier kriegst Du Lob, und dort bist du so klein.' Es sporne ihn an, mit 'all den Superleuten' Musik zu machen, wenn das Orchester zu einer seiner fünftägigen Probenphasen zusammenkommt und täglich acht Stunden jazzt. 'Das ist ein Ultramotivationsschub', erzählt Peter Schmauch.

Der Jazz mit seinen vielfältigen Ausprägungen reizt ihn besonders. Darum versucht er sich seit einiger Zeit in Akkordzerlegung ('so walking-bass-mäßig'), beschäftigt sich mit dem Kontrabass und nimmt auch ein paar Unterrichtsstunden bei seinem Onkel Tiny Schmauch, einem der Ober-Jazzer des Allgäus.

Seine vielen Bandproben – 'ich mach eigentlich hobbymäßig nichts anderes' – sind Peter trotz anstehender Abschlussprüfung nicht zu viel. Im Gegenteil: Eigentlich würde er gerne eine Funk-Band gründen. Und weiterkommen möchte er. Ehrgeiz sieht bei Peter Schmauch so aus: 'Es nervt mich, wenn ich etwas spielen will, und das funktioniert nicht.'

Bald beendet der Lindenberger die Realschule, dann steht die Fachoberschule an. Um die Frage nach den beruflichen Plänen zu beantworten, braucht Peter keine Bedenkzeit. 'Ich will Musik studieren', sagt er entschlossen.

Beim Parknacht-Festival am 8. Juni ist Peter Schmauch zweimal dabei: mit Body Supply und Jump the Shark.

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