150 Pferde im Reiterzug

Scheidegg/Niederstaufen | kr | Im dichten Nebel waren die herausgeputzten Pferde und Kutschen kaum zu sehen: 150 Reiter nahmen am großen Wendelinsritt auf den Kinberg (Gemeinde Niederstaufen) teil.

Der Brauchtumsritt, der 1931 erstmals abgehalten worden war, zählt zu den größten in der Region. Über 1000 Besucher kamen, um dem Festgottesdienst beizuwohnen, den Prälat Günter Grimme, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg, zusammen mit dem Pfarrer der Gemeinde Sigmarszell, Dr. John Mylamvelil, am schön geschmückten Altar vor der Kapelle feierte. Die Musikkapelle Niederstaufen umrahmte die Messe.

Getrübt wurde die Feier durch eine schlechte Nachricht, die Bürgermeister Walter Matzner (Sigmarszell) übermittelte: Scheideggs Pfarrer Karl Meisburger, der auch Vorsitzender des Kapellenvereins ist, hatte wegen einer Krankheit in ein Krankenhaus nach Ravensburg gebracht werden müssen. Der Ritt schien auch ansonsten nicht unter einem glücklichen Stern zu stehen. Es herrschte dichter Nebel. Der imposante Reiterzug, der von den Musikkapellen aus Unterreitnau, Niederstaufen und Scheidegg begleitet wurde, war erst wenige Meter vor dem Eintreffen bei der Kapelle zu sehen. Mit dabei waren einige Kutschen. Ein Vierspänner aus Achberg war drei Stunden unterwegs gewesen. Matzner dankte den Teilnehmern am Ritt und allen, die an seiner Organisation beteiligt waren.

In seine Festpredigt flocht Prälat Günter Grimme das Wirken des heiligen Wendelins ein, der als guter Hirte und Schutzpatron der Tiere verehrt wird. Als Abt sei er auch ein Vorbild des Glaubens geworden. 'Den Glauben zu halten und weiterzugeben für die kommende Generation und etwas tun zur Bewahrung der Schöpfung', forderte Grimme die Gläubigen auf. Das Wendelinslied sowie die Segnung der Reiter und Pferde durch die Geistlichkeit beendeten die kirchliche Zeremonie. Am Ritt beteiligten sich die Reitergruppen aus Steibis, Möggers, Weiler, Lindenberg, Stiefenhofen, Heimenkirch, Wohmbrechts, Opfenbach, Achberg, Neuravensburg und Unterreitnau. Letztgenannte war mit 40 Pferden die stärkste Gruppe, gefolgt von Scheidegg mit 25 und Niederstaufen mit 16 Pferden.

Im Anschluss an den Umritt veranstaltete der Kapellenverein St. Wendelin auf dem Gelände der Familie Schütz das weltliche Fest.

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