Renaturierung
150 junge Feuerwehrler helfen bei Mooraktionstag im Werdensteiner Moos

Während noch bis vor rund 60 Jahren der wirtschaftliche Nutzen des Hochmoors im Werdensteiner Moos im Vordergrund stand, sind Naturschützer und Forstamt seit 1980 dabei, das wieder rückgängig zu machen.

<< Dabei ist die Verwässerung ein wichtiger Prozess bei der Schaffung von Biotopen >>, erklärt Anja Naumann, Gebietsbetreuerin Allgäuer Moore (Bund Naturschutz). Das Entbuschen und das Entfernen von Wasser ziehenden Bäumen begünstigten die Entwicklung seltener Tiere wie dem Hochmoorgelbling.

Den Mooraktionstag haben Bund Naturschutz, Stadt Immenstadt und Forstbetrieb Sonthofen gemeinsam mit der Kreisjugendfeuerwehr Oberallgäu auf die Beine gestellt. Ein Samstag mit viel harter Arbeit. Mit dabei: rund 150 junge Feuerwehrler. So zum Beispiel Tobi Völk von der Feuerwehr Hegge, der auf einer Moorfläche kleine Bäume entfernt. << Die Arbeit macht Spaß, auch wenn es in der Hitze anstrengend ist >>, findet er. Seinem Kameraden Max Hausmann gefällt das Gruppenerlebnis: << Man sieht sich auch mal außerhalb der Feuerwehr, das schweißt zusammen. >>

Sogar Landrat Gebhard Kaiser schaut zu einer informativen Führung vorbei: Der Schirmherr dankt für den Einsatz und lobt dieses << besondere Projekt, bei dem sich in den letzten 15 Jahren viel getan hat. >> Derweil erklärt Gebietsbetreuerin Naumann auf dem Moorlehrpfad einige Stationen und welche Arbeiten dort anstehen.

Auch der Weg selbst erfährt eine Auffrischung: Mit ihren Freundinnen von der Feuerwehr Diepolz verteilt Sonja Wagner neue Hackschnitzel. Ob die schwere Arbeit mit der Schaufel vielleicht eher was für junge Feuerwehrmänner wäre? << Wir Mädels können das genauso gut >>, sagt sie.

Ganz ohne Feuerwehrübung geht freilich auch dieser Tag nicht über die Bühne: Für viele ist die Übung zur Bekämpfung von Wald- und Moorbränden mit einem Polizeihubschrauber sogar ein Höhepunkt: Die Helfer üben das Betanken und Wechseln der Löschbehälter am Hubschrauberhaken. Und beim Ablassen des Wassers im Waldstück nebenan bleibt denn auch nicht jeder Zuschauer ganz trocken.

Anja Naumann ist mit dem Tag sehr zufrieden: << Es ist wirklich toll, dass so viele Helfer auf einmal da waren und die Jugendlichen das Moor von einer ganz neuen Seite kennenlernen konnten. Die Aktion war ein großer Erfolg. >>

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