129 500 Euro Minus mit dem Radl

Sonthofen | uw | Sattes Minus bei der Deutschland-Tour: Das Radsport-Event im vergangenen August bescherte Sonthofen rund 129 500 Euro Defizit. Vor knapp einem Jahr hatte Bürgermeister Hubert Buhl noch versichert, das Defizit werde höchstens 60 000 Euro betragen. Doch tatsächlich liegen die Kosten für die Stadt sogar einiges höher: Denn in der Abrechnung ist der Einsatz städtischer Bediensteter nicht berücksichtigt. Allein die Leistungen des Bauhofes machten gut 43 000 Euro aus, berichtete Helmut Maier, Leiter des Fachbereichs Sport/Veranstaltungen, im Stadtrat.

Einleitend hatte Maier in dem Bericht nochmals verdeutlicht, welche Werbewirkung die Veranstaltung gebracht habe und unter anderem auf die TV-Einschaltquoten der ARD verwiesen. Mit 1,26 und 1,21 Millionen Zuschauern an den zwei Tagen liege Sonthofen bei der Deutschland-Tour auf den Plätzen zwei und drei. Hinzu kämen viele andere Medienberichte. Das diene dazu, Sonthofen und das Allgäu als Radregion in den Köpfen zu verankern - auch wenn solche nachhaltigen Faktoren nicht messbar seien. Nun werde innerhalb der Ferienregion Alpsee-Grünten an den Aufbau eines 'Radportals Allgäu' gedacht.

Messbar ist, was allein die 'Deutschland-Tour GmbH' ausgab (vor allem für Unterbringung und Verpflegung der Profiteams): Das waren in der Region 60 000 Euro. Davon flossen laut Maier allein 30 000 an ein Sonthofer Großhotel, das sich bei der Stadt aber leider nicht als Sponsor engagiert habe.

Dass sich das Defizit gegenüber dem Wunsch mehr als verdoppelt hat, liegt laut Maier an zwei wesentlichen Faktoren. So habe man wegen der damaligen Dopingskandale erhebliche Sponsorengelder verloren - rund 30 000 Euro allein wegen der zeitweise in Frage gestellten ARD-Übertragungen. Zum anderen haben man in Bereichen wie Öffentlichkeitsarbeit, Honorare an Dritte und allgemeiner Betriebsbedarf hohe Mehrkosten gehabt.

Veranschlagt hatte Sonthofen im vergangenen April Gesamtausgaben von netto 188 500 Euro. Wobei Buhl damals wie berichtet auf ein 60 000 Euro-Defizit gehofft hatte. Damals hieß es: Die Gesamtkosten seien im Etatplan großzügig 'hochkalkuliert worden', um für 'alle Eventualitäten' gewappnet zu sein.

Der Stadtrat nahm den Bericht in der jüngsten Sitzung einhellig zur Kenntnis.

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