Hi Feuerwehrübung
100 Rettungskräfte bei Waldbrand-Simulation in Vorderhindelang

Ein lautes Knattern. Der Hubschrauber landet. Kaum hat er aufgesetzt, springen vier Feuerwehrmänner aus der Kanzel. Der Letzte setzt mit zitternden Knien auf. 'Das war das erste Mal, dass ich mit einem Hubschrauber geflogen bin', sagt Sebastian Wachter. Der 27-Jährige hat noch nie bei einer solch groß angelegten Waldbrandübung, wie in Vorderhindelang, mitgemacht.

Bis Wachter und seine gut 100 Kameraden der Feuerwehren aus Oberstdorf, Bad Hindelang, Vorderhindelang, Hinterstein und Kempten (sowie die Hindelanger Bergwacht) den Ernstfall proben, heißt es zunächst warten. Warten auf knatternde Rotoren. Ein Hubschrauber setzt auf, dann geht alles ganz schnell.

In einer weiten Kurve fliegt die Maschine hoch auf das Imberger Horn und verschwindet im Wald. 'Rauchentwicklung im östlichen Gebiet entdeckt', tönt es kurz vorher aus Kommandant Reicharts Funkgerät. 'Erst einmal fliegt jetzt das Personal rauf und richtet eine Einsatzstelle ein. Ein Platz, an den der Hubschrauber später das Material hinbringt,' erklärt Reichart.

Während der Hubschrauber Runden dreht, ist ein größerer Helikopter der Bundeswehr eingetroffen. Der Pilot hat den Feuerwehrmann in der gelben Einweiser-Weste fest im Blick. Er lenkt die Maschine über einen mannshohen Kübel. Ein Techniker, der sich weit aus dem Inneren lehnt, hilft ihm mit Anweisungen per Funk dabei. 'Der Pilot kann nicht sehen, was unter dem Hubschrauber ist', sagt Reichart. Mit ein paar Handgriffen hängen zwei Männer den Löschwasserbehälter am Hubschrauber ein. Dann dreht die Maschine ab und fliegt zur Einsatzstelle auf dem Berg.

Markus Reichart lässt die kreisenden Hubschrauber nicht aus den Augen. Das Sprechgerät fest umklammert, verfolgt er über Funk das Geschehen auf dem Berg: 'Ein Waldbrand wird wie ein Haus gelöscht: mit Wasser.' Es habe sich gezeigt, dass Wasser abwerfen nicht genüge. 'Wir müssen auch vor Ort sein.' Die Probe geht weiter. Bis es nach rund zweieinhalb Stunden regnet. Dann erklärt Kreisbrandinspektor Joachim Freudig die Übung für erfolgreich: 'Drei Brandstellen gelöscht. Das Feuer ist aus.'

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