Marktoberdorf
100 Jahre mit Höhen und Tiefen

Mit einem feierlichen Gottesdienst eröffneten die Alpenrose-Schützen ihre Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen der Marktoberdorfer Schützengemeinschaft. Die von Stadtpfarrer Wolfgang Schilling zelebrierte Messe umrahmten die Männergesangsgruppe des Trachtenvereins Wertachtaler Marktoberdorf, die Oberdorfer Stubenmusik und feierliches Orgelspiel.

Zum Kirchgang und beim Rückmarsch zum Modeon spielten die «Oberdorfer Bloser», zehn Fahnenabordnungen der Stadtvereine, das Banner des Gaues Marktoberdorf-Kaufbeuren und viele Schützen in Uniform sowie die Trachtler gaben dem Zug ein festliches Gepräge.

Schirmherr und Stadtoberhaupt Werner Himmer betonte die große Bedeutung der Schützen für die Stadt und lobte deren Gemeinsinn und Kameradschaft. Die Stadt könne zwar manches zur Unterstützung tun, aber nicht den Verein ersetzen, meinte er. Das bürgerschaftliche Engagement sei eine «wichtige Säule» für das Zusammenleben. Der traditionsreiche Schützenverein sei keine Domäne der Männer mehr - und das sei gut so. Er wünschte dem «Jubilar» immer ein klares Auge dafür, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Ein Geldgeschenk der Stadt soll für die Jugendarbeit eingesetzt werden.

Starke Gemeinschaft

Gauschützenmeister Richard Sirch unterstrich in seinem Grußwort, die «Alpenrösler» seien eine starke Gemeinschaft, die immer aktiv war und es in Zukunft auch weiter sein werde. Zwar sei der Verein «manchmal im Schatten der FSG gestanden, aber er hat seinen Weg gemacht», befand der Schützenchef. Im Namen des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) und des Deutschen Schützenbundes (DSB) überreichte er an Schützenmeister Andreas Strecker Plaketten zum Jubiläum. Sirch ehrte langjährige Mitglieder. Vom Patenverein Edelweiß Thalhofen und namens aller Stadtvereine gratulierte Schützenmeister Herbert Jocham und übergab ein Geschenk.

Stellvertretender Landrat Alexander Müller rief die Schützen auf, trotz Erschwernissen durch das neue Waffengesetz weiterzumachen und die schwierige, aber erfolgreiche Jugendarbeit fortzusetzen. Schützenmeister Strecker erinnerte daran, dass der Zimmerstutzen-Verein in seinen 100 Jahren viele Höhen und Tiefen erlebte. Auch nach den Weltkriegen gab es Hoffnung, sodass er jeweils wieder gegründet wurde.

Bildreiche Erinnerungen

Rainer Zasche und Christian Waldmann erinnerten mit vielen Fotos an die Geschicke des Vereins mit seinen Aktivitäten und unterhaltsamen Veranstaltungen. Zum 80-jährigen Bestehen 1989 schaffte sich der Verein eine neue Fahne an, die alte von 1926 wird im Museum Marktoberdorf aufbewahrt.

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