Primetime-Sendezeit "gespendet"
"Schockierende Realität von Frauen": Joko und Klaas stellen Sendezeit für Opfer sexueller Gewalt zur Verfügung

Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heufer-Umlauf waren dieses Mal gar nicht zu sehen
  • Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heufer-Umlauf waren dieses Mal gar nicht zu sehen
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Die Moderatoren Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) haben einem unglaublich wichtigen Thema ihre erspielte Primetime-Sendezeit überlassen. Am heutigen Mittwoch (13. Mai) geht es auf ProSieben 15 Minuten lang um die schockierende Realität von Frauen, die Opfer von sexualisierter Gewalt, sexueller Belästigung, Cyber-Mobbing oder Missbrauch wurden.

"Joko und Klaas live" zeigt eine Sonderausstellung mit dem Titel "Männerwelten". Moderatorin und Autorin Autorin Sophie Passmann (26) zeigt sie dem Fernsehpublikum. "Nichts für schwache Nerven", kündigte Heufer-Umlauf via Twitter an.  

Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski (35) wird als erstes sogenannte "Dick Pics" zeigen. Männer schicken Frauen über Social-Media-Kanäle Bilder ("Pics) von ihrem Penis (engl.: "Dick"). Laut Rojinski sind es nicht mal Nacktfotos von Frauen, die Männer dazu animieren. Selbst das Bild des Turnschuhs einer Frau würde Männer dazu bringen, ein Bild ihres Penis' "ungefragt zur Verfügung" zu stellen, so Rojinski. Davon betroffen sind demnach auch Frauen, die nicht in der Öffentlichkeit stehen, keine Influencer-Profile oder ähnliches haben.

"16 von 100 Kommentaren sind sexistisch"

Die Moderatorinnen Jeannine Michaelsen (38), Visa Vie (32) und die Influencerin Stefanie Giesinger (23) lesen als nächstes sexistische Kommentare vor, die ihnen Männer in den sozialen Medien hinterlassen haben. Passmann darauf: "Unter den Videos von weiblichen Influencerinnen sind im Schnitt 16 von 100 Kommentaren sexistisch. Bei männlichen Influencern null."

Auch Autorin und Journalistin Katrin Bauerfeind (37) und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes (38) kennen Beispiele. Sie zeigen dem ProSieben-Publikum Chat-Verläufe, zusammengetragen von der Instagram-Seite "Antiflirting 2". Zu lesen sind hier sexuelle Belästigungen und Beleidigungen. 

Richtig heftig wird es im nächsten "Ausstellungsraum". Hier erzählen Frauen von ihren Erfahrungen mit sexueller Gewalt. Zum Schluss kamen Vergewaltigungsopfer zu Wort. 

Breiter Zuspruch auf Twitter

Auf Twitter zeigen sich viele User gegeistert von der Aktion von Joko und Klaas. "Puh. Das war großartig, erschütternd und wichtig zugleich", schreibt zum Beispiel ein User. Ein anderer twittert: "Das war hart. Aber verdammt nötig. Vielleicht die wichtigsten 15 Minuten des Jahres."

Ebenfalls positiv die Reaktion des Senders ProSieben: "Danke an die mutigen Frauen bei ’Joko und Klaas live’. Danke."

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