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"Die Höhle der Löwen": Das Beste vom Staffelfinale

Unterhaltsames Staffelfinale von "Die Höhle der Löwen"
  • Unterhaltsames Staffelfinale von "Die Höhle der Löwen"
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Staffelfinale bei "Die Höhle der Löwen" (<a href="https://www.tvnow.de/shows/hoehle-der-loewen-7794" onclick="spotonTrackOutboundLink(this.href)">auch bei TVNow</a>) und die große Frage: Welche Gründer nutzen die letzte Chance auf einen Deal?

Nils Glagau in Angriffslaune irritiert Gründer

Sportlich geht es los, Gründer Hannes Mirow präsentiert den Löwen mit "Panthergrip" den ersten unverrutschbaren Schienbeinschoner der Welt. Der Rostocker ist begeisterter Sportler und entwickelt Produkte für den Sportbereich. Schienbeinschoner sind für ihn beim Fußball das nervigste Utensil der Sportbekleidung, sie rutschen schnell. "Panthergrip" soll Abhilfe schaffen. Mit Mikrozähnen findet sein Schoner Halt im Stutzen und soll Klebeband und Tape zur Befestigung überflüssig machen. Mirow will mit dem Artikel in die "Champions League", benötigt dafür 120.000 Euro für 25 Prozent. Bisher gibt es allerdings erst Probestücke.

Nils Glagau (44), der erklärte Lieblingslöwe des Erfinders, darf den Schienbeinschoner ausprobieren. Er ist begeistert - und schlägt sofort zu. "Ich glaube an dich, glaube an das Produkt, das können wir groß machen, ich glaube, ich bin der richtige Löwe und ich würde dein Angebot annehmen."

Der von dem Spontan-Angebot doch etwas überraschte Erfinder möchte die anderen Löwen auch noch zu Wort kommen lassen, doch Glagau hat etwas dagegen: "Stopp!", fällt der Löwe allen ins Wort. "Ich habe ein Angebot gemacht, du kannst noch viele Fragen beantworten, aber dann bin ich raus. Du kannst überlegen: Willst du mit mir gehen, oder willst du die anderen Löwen noch hören, aber dann ziehe ich zurück."

Rums. Der Gründer ist sichtlich irritiert. "Was ist der Hintergrund, warum soll ich mir die anderen nicht anhören?" Nils Glagau bleibt dabei: "Ich glaub an dich, es kommt nicht oft vor, dass man so früh ein Angebot macht..." Der völlig überrumpelte Gründer gibt schließlich klein bei. "Sie waren mein Wunschlöwe..." - "Wir haben einen Deal, wir machen das groß." Nils Glagau sichert sich den Sieg.

"Das ist insgesamt zu schwer"

Das nächste Gründerpaar ist Vater und Sohn, Ullrich und Paul Eitel. Sie stellen einen antibakteriellen Wandbelag, die Anti-Keim-Tapete "KeimEx", in der "Höhle der Löwen" vor. Die Tapetenfabrikanten in fünfter Generation haben diese Spezialtapete aus der Familienfirma ausgegründet und wollen damit nun den Markt der Kliniken, Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime erobern. Die antibakterielle Wirkung entfalten Silberionen, die in dem robusten und strapazierfähigen Wandbelag enthalten sind. Sie benötigen dafür 500.000 Euro und bieten 25 Prozent.

Das Familienunternehmen ist 174 Jahre alt und in der fünften Generation - und genau da liegt für die Löwen der Hase im Pfeffer. "Diese Abhängigkeit ist eine knifflige Sache", findet Georg Kofler (62). "Warum gehen Sie die Sache nicht über Ihr Familienunternehmen an?", wundert sich auch Ralf Dümmel (53). Carsten Maschmeyer (60) setzt nach. "Eine super Idee, Sie haben für ein Problem eine Lösung geschaffen. Warum nehmen Sie es nicht selbst in die Hand und suchen sich einen Vertrieb?" Auch die Rolle des Sohnes, der sich noch im Studium befindet, bleibt unklar.

Nils Glagau steigt zuerst aus. "Ein super Produkt, aber der eine kann kein Gründer sein wegen des Studiums, der andere kann wegen seines Familienbetriebs auch nicht mit Herzblut und Power dabei sein. Der Löwe müsste quasi ein neues Start-up führen. Ich brauche einen Gründer, der für sein Produkt brennt. Daher bin ich raus." Auch Dagmar Wöhrl (65) will nicht investieren. "Das ist ein Superprodukt, aber ich habe ein Problem mit der Vater-Sohn-Konstellation. Ich bin raus."

Dümmel schließt sich an. "Riesenkompliment zur Marke. Sie lassen sich was Innovatives einfallen, aber ich bin nicht der richtige Investor. Daher bin ich raus." Auch der letzte Löwe will keinen Deal: "Sie brauchen einen Spezialvertrieb", findet Carsten Maschmeyer. "Das ist insgesamt zu schwer, daher bin ich raus, aber viel Erfolg."

Gleich zwei Löwen machen Kombiangebot für ein Elixier

Die Gründer Johannes Bitte und Christian Monzel, beide Leistungssportler, haben eine innovative Zwei-Komponenten-Technologie erfunden, bei der ansonsten schwer lösliche Pflanzenstoffe wie Ingwer, Ginseng oder Kurkuma erst unmittelbar vor dem Trinken ins Getränk eingeschossen werden. Ihr Elixier bieten sie unter der Marke "drinkbetter" an, die sie bereits vor vier Jahren ins Leben gerufen haben. Damit Marke und Unternehmen weiter wachsen können, brauchen die Gründer 200.000 Euro und bieten 20 Prozent.

Georg Kofler macht kurzen Prozess: "Diese Art von Produkten ist nicht mein Metier, daher bin ich raus." Nils Glagau hat auch kein Interesse. "Ich habe Erfahrung in dem Bereich, ich verstehe aber nicht, wo euer USP liegt?" Die Gründer erzählen, dass ihr Verfahren das einzige rein natürliche und zum Patent angemeldete sei. Der Löwe steigt trotzdem aus. "Ihr seid Spitze, aber ich bin kritischer, mich konntet Ihr mit den Inhaltsstoffen nicht überzeugen, ich wünsche euch viel Glück, aber ich bin raus."

Währenddessen tuscheln Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer und fällen eine Entscheidung: "Der Markt ist riesengroß, ich bin zu Carsten gegangen, wir beide glauben daran, dass wir Großes bewegen können." Das Löwenduo bietet 300.000 für 30 Prozent - plus Working Capital. "Sie brauchen eine Million an Working Capital", ist Maschmeyer sicher. "Und die würden Sie uns geben?", wollen die Günder wissen. "Ja", versichert Carsten Maschmeyer.

Doch bevor die Entscheidung fällt, möchten die Gründer noch das Angebot von Dagmar Wöhrl hören, die ebenfalls gerne investieren würde. "Das Produkt ist klasse, die Gründer sind klasse, mir gefällt’s, ich würde euch gerne ein Angebot machen, ich biete 200.000 für 20 Prozent." Den Zuschlag bekommt am Ende das Kombiangebot der Doppellöwen.

"Halte das für ein städtisches Hirngespinst"

"Wir machen jeden Daumen grün", versprechen die Gründer Hannes Popken und Dennis Lizarzaburu. Mit ihrem Start-up "Rankwerk" möchten sie "Urban Gardening" und "Home Gardening" salonfähig machen. Zwar erfreuen sich Balkon- und Hofgärten mit Kräutern und Gemüse zunehmender Beliebtheit bei Städtern, doch bisher gebe es wenig Angebot und manchem Grünpflanzenfreund fehle das Wissen, finden die Gründer. Mit ihrer Produkt- und Markenwelt wollen sie Hilfestellung geben, indem sie Starter-Sets mit Onlinekursen verbinden. 150.000 Euro benötigen sie für 15 Prozent.

Frank Thelen (44) hat gleich Einwände: "Es ist ein Riesentrend, ich habe mir da auch mal was bestellt mit fertigen Teilen und LED-Lampe, das gibt es schon. Ihr habt mir nicht erklärt, was euch herausstellt, ich bin raus." Georg Kofler hat generell wenig Sinn für das Thema: "Man kann doch auch einfach im Biomarkt eine Gurke kaufen... Ich halte das ganze Balkongardening für ein städtisches Hirngespinst. Wenn du in die Natur willst, geh in die Natur, nicht auf deinen Balkon, das ist eine schöne Liebhaberei, aber kein Geschäft, ich bin raus."

Nils Glagau will auch nicht mitpflanzen. "Ich glaube an ’Home Gardening’, aber ich verstehe euer Geschäftsmodell nicht, da kommt nichts bei rum, daher bin ich raus." Bei so viel Kritik packt Ralf Dümmel das Mitleid. "Ich glaube schon, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die sich darüber freuen. Ihr kriegt viel Feuer, das will ich löschen, aber es ist nicht mein Businessmodell, ich bin raus." Bleibt Carsten Maschmeyer, aber auch von ihm gibt es eine Absage. "Ich halte Sie nicht für gute Unternehmer, ich bin raus." Kein Deal. "Ich habe das Gefühl, wir wurden nicht erst genommen", beschwert sich einer der Gründer sichtlich geknickt.

Weltenbummler suchen Löwen für die nächste große Reise

Während einer Weltreise lernten sich die Gründer von "Duschbrocken", Johannes Lutz und Christoph Lung, kennen. Beide hatten ein ähnliches Problem: Duschartikel nehmen im Handgepäck viel Platz in Anspruch. Daher entwickelten die beiden "Duschbrocken", eine nachhaltige Duschseife, die Shampoo und Duschgel ersetzen soll. Sie benötigen 250.000 Euro und bieten zehn Prozent. Die "Duschbrocken" gibt es in verschiedenen Farben und Gerüchen wie Cocos, Frucht und Minze. Die Löwen dürfen mal schnuppern. "Boah!" Vor allem die tropische Früchtemischung begeistert alle. "Die Hände riechen wie bei einem Neugeborenen", freut sich Georg Kofler.

Bleiben noch Fragen: "Wie bekommt man Schaum?", will Nils Glagau wissen. Er war selbst viel mit dem Rucksack unterwegs, habe sich unterwegs problemlos mit Seife gewaschen. "Ihr habt keinen USP, ich sehe nichts, worauf die Welt gewartet hat, ich bin raus." Auch Dagmar Wöhrl ist skeptisch. "Ich weiß nicht, wie ich meine Haare damit waschen könnte." Und auch ihr fehlt die Innovation. Carsten Maschmeyer hat weitere Einwände: "Neun Euro für einen Brocken ist teuer, die Bewertung eurer Firma ist ein Bewertungsbrocken, daher steige ich aus." Georg Kofler ebenso.

Bleiben die letzten Gründer im Staffelfinale ohne Deal? Noch ist Ralf Dümmel im Spiel. "Ich weiß, was ihr braucht, weiß, wo die Reise hingehen müsste, ich könnte helfen, würde es auch gerne, ich finde das Produkt Hammer." Die beiden Gründer einigen sich mit Ralf Dümmel auf 250.000 Euro für 25 Prozent. Die Freude der Weltenbummler ist groß. "Wir haben einen Partner für die nächste große Reise gefunden."

Die nächste Staffel "Höhle der Löwen" startet im Herbst. Allerdings ohne Frank Thelen, der aus der "Höhle der Löwen" aussteigt. Für ihn war diese Staffel die letzte. Dafür steigt der Formel-1-Weltmeister von 2016, Nico Rosberg (34), ein.

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