Special Gesundheit SPECIAL

40 Tage fasten
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit: Mythen-Check rund ums Fasten

Viele nutzen die Fastenzeit zum Verzicht.
  • Viele nutzen die Fastenzeit zum Verzicht.
  • Foto: SewCream/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Redaktion all-in.de

Am Aschermittwoch beginnt für die Christen die 40-tägige Fastenzeit. Vom 17. Februar bis zum 03. April wollen daher viele Menschen auf Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten verzichten. Während bei einigen eine religiöse Überzeugung dahintersteckt, wollen andere einfach nur abnehmen. Aber eignet sich Fasten überhaupt zum Abnehmen? Die größten Mythen rund um das Fasten im Check.

Durch Fasten nimmt man ab

Es kommt darauf an. Wer in der gesamten Fastenzeit nur Tee, Brühe und Wasser zu sich nimmt, kann täglich bis zu 300 Gramm Körpergewicht verlieren. Doch leider ist davon nur ein kleiner Teil Fett. Denn der Körper baut zunächst Muskeln ab und verliert Wasser. Zudem wird durch die geminderte Nahrungsaufnahme der Grundenergiebedarf gesenkt. Das begünstigt den Jo-Jo-Effekt nach der Fastenzeit. Dennoch kann es ein guter Start sein, um seine Ernährung dauerhaft umzustellen. Durch eine gesunde Ernährung kombiniert mit Sport purzeln die Kilos langfristig.

Fasten entschlackt den Körper

Laut wissenschaftlichen Studien ist diese Annahme falsch. Angeblich nehmen Menschen Schadstoffe auf, die der Körper nicht vollständig abbauen kann. Diese Stoffe würden sich als "Schlacken" in Organen festsetzen - so die Theorie. Doch die Wahrheit sieht anders aus: "Ein gesunder menschlicher Körper kann sich selbst ’reinigen’, indem er unerwünschte Stoffe über Leber, Nieren, Darm, Haut und die Atmung ausscheidet", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Fasten verursacht schlechte Laune

Ganz im Gegenteil! Sobald sich der Körper nach den ersten Tagen an die neue Situation angepasst hat, stellt sich das Gehirn und der Stoffwechsel auf die wenige Nahrung ein. Die Serotoninproduktion wird hochgefahren. Hält der Nahrungsentzug ein paar Tage an, bleibt das Glückshormon zudem länger im Blut und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Ein weiterer Effekt: Der veränderte Serotoninspiegel hemmt die Produktion von Entzündungsbotenstoffen. Wer zum Beispiel unter Rheuma leidet, kann durch regelmäßiges Fasten seine Beschwerden etwas mildern.

Nach dem Fasten darf richtig zugeschlagen werden

Döner, Pizza oder Burger: Einige wollen sich nach dem Fasten mit fettigen Mahlzeiten belohnen. Doch Vorsicht! Nach einer langen Fastenkur sollte man sich langsam herantasten. Unter anderem müssen sich der Magen und der Darm an die reichhaltige Kost gewöhnen. Wer sofort wieder normal isst, riskiert Übelkeit und Erbrechen. Vitaminreiche Speisen wie Suppen, gekochtes Gemüse oder Haferflocken sind die bessere Wahl. Grundsätzlich sollte man ein Drittel der Fastenzeit einplanen, um zur gewohnten Ernährung zurückzukommen.

Aschermittwoch: Was es damit auf sich hat

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen