Zur Premiere gleich ein ausverkauftes Stadion

von Stephan Schöttl | Kaufbeuren Es ist lange her. So lange, dass sich selbst die Verantwortlichen des ESV Kaufbeuren nicht mehr genau daran erinnern können. Nicht der Vorsitzende Kurt Dollhofer, nicht die Geschäftsstellenleiterin Birgit Hampel, nicht die Fans. Und so muss es wohl über zehn Jahre her sein, als das Kaufbeurer Eisstadion bei einem Spiel des ESVK das letzte Mal ausverkauft war - zu 'Adler'-Zeiten in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Umso größer war die Freude darüber, dass es beim Allgäuer Oberliga-Derby zwischen den Jokern und dem EV Füssen wieder einmal so weit war. 4600 Zuschauer kamen in die 'Sparkassen Arena'. Die Fans standen schon lange vor Anpfiff vor den Toren Schlange. 'Etwa 50 Zuschauer mussten wir auf die nächsten Spiele vertrösten und wieder nach Hause schicken', sagt ESVK-Pressesprecher Christian Demel. Kein Platz im weiten Rund war mehr frei, die Menschen standen dicht gedrängt und sahen ein packendes Derby. 'Prädikat wertvoll' würde man im Kino-Jargon sagen.

Und das Wichtigste: Es blieb friedlich. Auf dem Eis und auf den Rängen. Nach dem Spielabbruch in Füssen beim vergangenen Aufeinandertreffen der ewigen Rivalen, waren die Ordner und auch die zahlreich anwesenden Polizisten sensibilisiert. 'Das Spiel verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Polizei musste nicht einschreiten', heißt es seitens der Ordnungshüter. Lediglich die Spieler gerieten sich einige Male in die Haare. Doch auch auf dem Eis zahlte sich die Vorsorge des Verbands aus. DEL-Schiedsrichter Alfred Hascher hatte die Partie im Griff, strahlte viel Ruhe aus - auch, wenn er einige Fouls auf beiden Seiten übersah. 'Das Spiel hatte dadurch aber mehr Rhythmus, weil es nicht so oft unterbrochen wurde', meinte Kaufbeurens Trainer Maurizio Mansi. Auch Füssens Coach Dave Rich war mit den Unparteiischen zufrieden. 'Der Schiri war in Ordnung. Wir haben das Spiel selber verloren.'

Und während die Füssener Anhänger lediglich in der Anfangsphase nach der schnellen Führung ihres Teams durch Eric Nadeau (7.), Garett Festerling (10.) und Ruslan Bezshchasnyy (19.) lautstark feierten, hatten die Kaufbeurer Anhänger dazu im zweiten Drittel allen Grund. Torsten Rau (22.) leitete mit seinem Treffer zum 2:3 die Wende ein. Robert Paule (28.) und Jordan Webb (35.) mit seinem zweiten Tor vollendeten das Joker-Glück.

Die letzten Spielminuten wurden von den Fans in Rot und Gelb regelrecht zelebriert. Selbst als die Verantwortlichen lange nach Schlusspfiff bei der Pressekonferenz Rede und Antwort standen, wurde im Stadion noch ausgelassen gesungen und geklatscht. Dave Rich war nach der Niederlage seines Teams im übrigen gar nicht so traurig: 'Insgesamt steht es immer noch 2:1 für uns', meinte der Füssener Trainer.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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