Zeitreise mit Kinderchor

Von Andrea Bölle | Kempten Abba, Abba und noch mal Abba. So in etwa könnte man das Motto der Gruppe Abba Mania umschreiben, das den Auftritt in der Big Box in Kempten prägte. 2000 Besucher lockten die Musiker zur großen Abba-Party ins Allgäu.

Die Abba-Mania-Band feiert die legendäre schwedische Erfolgsband euphorisch und absolut originalgetreu. Das heißt: Es gibt keine ironische Annäherung an das Phänomen 'Abba' oder gar moderne Interpretationen der Songs. Ziel von Abba Mania ist es, den Zuschauern eine möglichst perfekte Zeitreise in die glitzernde Welt der 70er Jahre zu bieten. Bühnenbild, Choreographie, Kostüme und Musik orientieren sich streng am Vorbild.

Agnetha, Frida, Benny und Björn scheinen auf der Bühne zu stehen, als sei die Zeit spurlos an ihnen vorübergegangen. Dass sich die Musiker in Klamotten präsentieren, die heutzutage nicht einmal auf dem Sofa zum Einsatz kämen - irgendwie klasse. Dass die Frisuren der Akteure allesamt aussehen, als wäre der Hairstylist von Mireille Mathieu am Werk gewesen - sehr authentisch.

Schon nach kurzer Zeit hält es die Zuhörer nicht mehr auf den Sitzen. Begeistert klatschen sie mit und feiern die großen Hits wie zum Beispiel 'Fernando', 'Dancing Queen', 'Waterloo', 'Mamma mia' oder 'The winner takes it all'. Auffallend ist die große Perfektion, mit der die Künstler ans Werk gehen. Jeder Ton, jede Geste, jeder Schritt sitzt exakt.

Die beiden Sängerinnen leisten Schwerstarbeit

Besonders die beiden Sängerinnen leisten Schwerstarbeit. Mit silbernen Plateauschuhen der höchsten 'Gefährdungsklasse' stöckeln sie synchron über die Bühne, meistern absolut intonationssicher die kniffligsten Passagen und wechseln in rasendem Tempo hinter den Kulissen die Kostüme.

Der Traum von einem Auftritt vor großer Kulisse wird an diesem Abend für den Kinderchor vom Gertrud-von-Le-Fort Gymnasium in Oberstdorf wahr. Zusammen mit den Profis singen die Kinder das Lied 'I have a dream'. Zwar ist es einigen Kindern angesichts der vielen Zuschauer sichtlich mulmig zumute, doch ihren Gesangspart meistern sie routiniert und werden dafür zurecht mit riesigem Applaus belohnt.

'Thank you for the music' nennt Abba Mania ihr Programm und bringt damit ihre Philosophie auf den Punkt. Tatsächlich ist es erstaunlich, wie viele Ohrwürmer das schwedische Quartett einst produzierte. Das Publikum feiert gemeinsam mit der Band ein großes Abba-Revival.

Einziges Verständigungsproblem bleibt in der Big Box der Wunsch des Publikums nach vielen Zugaben. Mit lautstarken 'Einer-geht-no'-Gesängen äußern die Allgäuer ihre Begeisterung. Der Engländer am Keyboard kratzt sich zunächst etwas fragend am Kopf und entscheidet sich schließlich doch dafür, das zu tun, was alle von ihm erwarten: Noch mehr Abba-Songs zu spielen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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