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Wiederentdeckt:Puzzeln an langen Allgäuer Winterabenden

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Lange Zeit hat das Puzzeln eine Art Schattendasein gefristet. Ein paar Enthusiasten haben es als Hobby betrieben, aber für die Mehrheit war Puzzeln doch keine Alternative zum Fernsehen. In Zeiten allerdings, in denen immer mehr Menschen während des Abendkrimis parallel im Internet surfen, Mails abrufen und bei Facebook nach Neuigkeiten suchen, bekommt Puzzeln als Entspannungsalternative einer analogen Gegenbewegung neuen Auftrieb. 

Konzentration. Geduld. Beharrlichkeit. Puzzeln ist gut für die Seele, lässt abschalten, den Fokus auf etwas anderes lenken. Besonders Menschen, die Sorgen haben, haben in einem Puzzle oft eine gute Möglichkeit, um abzuschalten. Puzzeln kann man auch gut zu zweit oder mit der ganzen Familie.

Der gewisse erzieherische Effekt ist ein wichtiges Argument für ein Puzzle als Weihnachtsgeschenk. Kindern Teamwork beibringen geht beim Puzzeln besonders gut. Motive gibt es dabei mittlerweile aus allen möglichen Bereichen. Über das Internet oder auch in Fotogeschäften kann man sich aus dem eigenen Foto ein Puzzle herstellen lassen. Auch 3D-Puzzle werden immer beliebter. Sie sind allerdings meist ohne die Nummerierung auf der Rückseite der Puzzleteile nur sehr schwer zusammenzusetzen.

Seinen Ursprung hat das Puzzle, wie wir es kennen, im 18. Jahrhundert. Ein englischer Kupferstecher hat damals die Landkarte von Großbritannien auf ein Holzbrett geklebt und dann zersägt. Gedacht war das Spiel als Lernhilfe für den Erdkundeunterricht.

Das größte käufliche Puzzle bietet das Spieleunternehmen Ravensburger an. Es hat über 32.000 Teile und als Motiv ein Kunstwerk von Keith Haring. Anfänger dürften damit komplett überfordert sein, für Fortgeschrittene sind die 10m Puzzle vermutlich eine wochenlange Herausforderung. Viele gleichfarbige Puzzleteile machen das Zusammensetzen umso schwerer.

Interessant: Zweimal kam es beim Zusammenbau des Video-Puzzles bei Redaktionsmitgliedern zum klassischen "Da muss ein Teil fehlen...". In solchen Momenten empfiehlt es sich, an einer anderen Ecke des Puzzles weiterzumachen.

Für das 1.000-Teile-Puzzle im Video hat die all-in.de-Redaktion insgesamt 10 Stunden gebraucht, umgerechnet auf einzelne Personen. Eine vierköpfige Famile könnte ein solches Puzzle also an einem gemeinsamen langen Winterabend schaffen - schön gemütlich mit Tee und Plätzchen. Das ist dann sicherlich ein schöneres gemeinsames Familienerlebnis als Glotze und Facebook - für ganze 12,99 Euro.

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