Armut
Selbstversuch in Memmingen: Wie fühlt man sich als Pfandsammler?

Der orange Plastik-Mülleimer hängt an einem Laternenmast im Memminger Bahnhofsviertel. Bis zum Einwurfschlitz ist er voll mit Abfall. Der Flaschensammler zieht die Handschuhe an, wühlt sich durch den oben liegenden, mit Mayonnaise und Ketchup verschmierten Fast-Food-Müll. Darunter eine Dose. Dann die Enttäuschung: 'Kein Dosenpfand' steht auf der Energy-Drink-Büchse.

Das vor allem in Städten verbreitete Phänomen des Flaschensammelns hat es weit gebracht: Der Freiburger Soziologe Sebastian J. Moser hat sogar eine Disseration darüber geschrieben: 'Pfandsammler. Erkundungen einer urbanen Sozialfigur'.

Erstaunliche Bilanz: In vielen Gesprächen mit Pfandsammlern hat der Soziologe festgestellt, dass es nicht in erster Linie die Armut ist, die diese Menschen vereint. Oftmals hilft das tägliche Sammeln, ihren Tag zu strukturieren. Und schließlich ist es eine Aufgabe, die an Arbeit erinnert.

Mehr über den Selbstversucht von AZ-Redakteur Michael Munkler lesen Sie in der Allgäuer Zeitung und den Heimatzeitungen vom 28.03.2015.

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