Portrait
Oberallgäuer war fünf Minuten klinisch tot - Danach kamen viele Glücksmomente

Johann W.: Zurück in ein positives Leben (Symbolfoto)
  • Johann W.: Zurück in ein positives Leben (Symbolfoto)
  • Foto: Andreas Reimund
  • hochgeladen von Holger Mock

Kein Blick in den Tunnel, schon gar kein helles Licht am Ende. In dem Moment, in dem das Leben aus Joachim W. wich, wurde einfach alles schwarz. „Das einzige, was es noch gab, war das beschissene Gefühl, nichts mehr rückgängig machen zu können“, sagt der Oberallgäuer elf Jahre, nachdem er versucht hat, sich das Leben zu nehmen und für etwa fünf Minuten klinisch tot war. Er wurde gerettet und als er eine Woche später aus einem künstlichen Koma erwachte, „war das erste Gefühl, unendlich froh zu sein, dass ich wieder da war“. Dieses Lebensbejahende begleitet ihn bis heute. Joachim W. erzählt von Glücksmomenten und der Erfüllung, die er jetzt spürt bei Erlebnissen, „die man früher halt einfach so gemacht hat, ohne sich etwas dabei zu denken“.

Joachim W. will seinen ganzen Namen nicht preisgeben. Allein die Tatsache, dass er seine Lebensgeschichte erzählt, ist bemerkenswert. Der gut 60-Jährige aus einer Landgemeinde war vor elf Jahren am Leben verzweifelt und versuchte, sich zu erhängen. Der Oberallgäuer sitzt unaufgeregt am Esszimmertisch, als er über den tragischsten Moment seines Lebens spricht. „Zunächst ist in zwei, drei Sekunden mein Leben wie im Zeitrafferfilm vorübergezogen.“ Die schöne Hochzeitsreise nach Hawaii tauchte auf, vor allem aber die Erinnerung „an die Dresche, die ich als Kind bezog“ und Prügel im katholischen Internat.

Dann nichts mehr. Alles schwarz. Alles leer.

Letztlich hatte er Glück, weil ihn Frau und Sohn kurz darauf entdeckten „und mein Sohn mit einem Taschenmesser den Strick durchgeschnitten hat“. Und auch der Notarzt schnell zur Stelle war.

Dann die Rückkehr ins Leben. Die Aufwachphase auf der Intensivstation: „Du siehst zunächst nichts, hörst nur irgendwo etwas.“ Erneut Lebensszenen, die vorüberziehen. Und dann „ein Panikgefühl“ und der Gedanke, „so etwas möchte ich niemals wieder erleben“.

Die ganze bewegende Geschichte, wie Johann W. zurück in ein positives Leben gefunden hat, dazu eine weitere Geschichte eines Mannes, der von einer Lawine verschüttet wurde und beinahe gestorben wäre, finden Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 20.04.2019.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

Autor:

Peter Januschke aus Kempten

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