Neuschwanstein bald wieder Baustelle

Schwangaul rea/pm l Auf Schloss Neuschwanstein wird wieder gebaut. Nach fast fünf Jahren Pause soll jetzt die Sanierung der Außenfassade fortgesetzt beziehungsweise abgeschlossen werden. Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon hat der Bayerischen Seen- und Schlösserverwaltung den entsprechenden Auftrag ereilt. Die Kosten für diesen letzten Abschnitt der Fassadensanierung belaufen sich laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Finanzministeriums auf rund 2,1 Millionen Euro.

Planen an der Pöllat-Seite

Auf Schloss Neuschwanstein brach nach dieser Mitteilung kein Aktionismus aus. 'Wann angefangen wird und wo, das muss erst geplant und entschieden werden', so Verwaltungsvorstand Rudolf Reiser. Seiner Meinung nach hat es die Seite des Schlosses zur Pöllat hin am nötigsten. Der freie Blick auf Ludwigs Märchenschloss wäre dann nur von der Marienbrücke und von der Schlucht aus durch ein Gerüst getrübt. Die Schokoladenseite von Neuschwanstein war von 2001 bis 2003 und mit Planen verhüllt. Damals wie jetzt ging und geht es um die Ausbesserung der beschädigten Verfugung des Natursteinmauerwerks - 9000 Quadratmeter Fassadenfläche hat das Schlossgebäude insgesamt.

Die jetzt genehmigten Arbeiten sind der letzte Teil des vierten Bauabschnitts der Neuschwanstein-Sanierung. Zu ihm gehören auch die bereits abgeschlossene Sanierung der Stützmauer vom Kassenhaus zur Burgwirtschaft, die Erneuerung der Asphaltbeläge in den Bereichen des Tunnelausgangs und der Straße vor dem Torbau sowie die Sanierung zentraler Teile der Fassade. Insgesamt hatte der Freistaat für diesen vierten Bauabschnitt 9,7 Millionen Euro genehmigt. Seit 1990 wurden für die Sanierung und Instandhaltung sowie die Verbesserung des Besucherservices rund 14,5 Millionen Euro ausgegeben.

Auf die Anziehungskraft Neuschwansteins werden sich nach Ansicht von Rudolf Reiser die jetzt anstehenden Bauarbeiten wohl kaum auswirken. Seit die 'Burg des Märchenkönigs' sieben Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. am 13. Juni 1886 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, strömten Millionen und Abermillionen von Menschen aus aller Welt zum Schloss. Im Schnitt sind es 1,3 Millionen jährlich. Die offiziellen Zahlen für 2007, so Rudolf Reiser, werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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