Gericht
Nach Kollision: Kein Schmerzensgeld für verletzten Mountainbiker beim Pfrontener Mountainbike-Marathon

Das Kaufbeurer Amtsgericht hat in einem Zivilprozess die Klage eines Mannes um Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einer Kollision beim Pfrontener Mountainbike-Marathon 2013 abgewiesen.

Damals waren zwei Hobby-Radsportler auf der Abfahrt vom Breitenberg zusammengestoßen und gestürzt. Sollte das Urteil, gegen das binnen eines Monats Berufung eingelegt werden kann, rechtskräftig werden, könnte es als sogenannter Präzedenzfall bei anderen, ähnlich gelagerten Fällen als Entscheidungshilfe herangezogen werden. Nach Auskunft von Amtsgerichtsdirektor Friedrich Weber, der in der Verhandlung den Vorsitz hatte, gibt es bislang nämlich noch keine Entscheidungen speziell zu Mountainbike-Rennen.

Der aktuelle Fall hatte sich in der Schlussphase des Mountainbike-Marathons ereignet. Einer der beiden beteiligten Hobby-Radsportler, ein 53-jähriger Ostallgäuer, sah die Ursache für die Kollision in einem riskanten Überholmanöver seines 50-jährigen Konkurrenten und verklagte diesen auf 2.044 Euro Schadensersatz für sein beschädigtes Bike und sein ramponiertes Trikot. Außerdem forderte er 800 Euro Schmerzensgeld wegen zahlreicher Prellungen und Abschürfungen, sein Unfallgegner war sich vor Gericht keiner Schuld bewusst.

Den ganzen Bericht zu diesem Prozess sowie eine Urteilsbegründung finden Sie in der Allgäuer Zeitung vom 09.05.2014 (Seite 17).

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