Mordfall: Haftbeschwerde abgelehnt

Kemptenl dam, az l Im Fall der ermordeten Asta Gietenbruch aus Kempten hat das Oberlandesgericht München eine Haftbeschwerde des Beschuldigten zurückgewiesen. Dies sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kempten, Peter Koch, auf Anfrage. Zuvor hatte bereits das Landgericht Kempten eine Beschwerde als unbegründet verworfen. Der laut Polizei und Staatsanwaltschaft tatverdächtige 28-jährige Marokkaner war bereits kurz nach Verschwinden der Frau festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Er macht zu den Vorwürfen nach wie vor keine Angaben.

Noch immer sind bei der Kriminalpolizei Kempten bis zu fünf Sachbearbeiter mit dem Mordfall Gietenbruch befasst. 'Wir befinden uns nun in einer Phase echter Büroarbeit', sagte der Leiter der Kemptener Kripo, Albert Müller. Spuren und Berichte müssen ausgewertet, Ergebnisse und Gutachten abgewartet werden. 'Um von Seiten der Staatsanwaltschaft Anklage erheben zu können, müssen die Ermittlungen im Wesentlichen abgeschlossen sein. Und hier stehen noch Teile aus', beschreibt Peter Koch den derzeitigen Ermittlungsstand.

Keine weiteren Hinweise

Obwohl in den vergangenen Wochen keine weiteren Hinweise zu der Tat eingegangen sind und der Beschuldigte zu den Vorwürfen schweigt, wird er sich wohl vor Gericht verantworten müssen. Dies hatte der Chef der Kemptener Staatsanwaltschaft, Herbert Pollert, bereits vor einigen Tagen angekündigt. 'Wenn durch die noch ausstehenden Ermittlungen kein anderes Ergebnis zutage kommt, wird gegen ihn Anklage erhoben werden,' sagte Pollert damals. Kripo und Staatsanwaltschaft sehen in der Ablehnung der Haftbeschwerde durch das Oberlandesgericht München ihre Arbeit bis zum jetzigen Zeitpunkt bestätigt. Denn im Zuge dieses Verfahrens wurde auch die Frage des dringenden Tatverdachts geprüft und mit Ja beantwortet.

Die 39 Jahre alte Asta Gietenbruch, verheiratete Mutter von zwei Kindern aus Kempten, galt seit dem 17. September des vergangenen Jahres als vermisst. Mitte Dezember fand ein Angler die Leiche der aus Litauen stammenden Dolmetscherin in einem Wald bei Börwang nahe Kempten. Die Frau war gewaltsam zu Tode gekommen.

Der bis zu seiner Festnahme in Kempten wohnhafte tatverdächtige Marokkaner hatte in einer Bildungseinrichtung bei Asta Gietenbruch einen Deutschkurs absolviert. Dabei hatte sich zwischen beiden ein Verhältnis entwickelt.

Die Kripo bittet um Mithilfe: Wer hat den Tatverdächtigen Mitte September 2007 im Bereich des Oy-Weihers bei Börwang (Fundort der Leiche) gesehen? Polizei und Staatsanwaltschaft glauben, gewichtige Hinweise für die Täterschaft des Marokkaners in der Hand zu haben. Andererseits könnten Zeugenaussagen den Mann möglicherweise aber auch entlasten. Hinweise nimmt die Kripo unter Telefon 0831/5917-0 entgegen.

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