Ausbildung
Mindestlohn für Azubis: Im Allgäu überwiegend unproblematisch für Betriebe

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515 Euro Mindestlohn pro Monat für Auszubildende im ersten Lehrjahr: Ab 2020 soll es so weit sein. Die Bundesregierung will das noch im Laufe dieser Woche beschließen. 

Kritik kommt unter anderem aus Unternehmens-Verbands-Kreisen. Kleine und mittelständische Unternehmen in strukturschwachen Gebieten könnten sich diesen Mindestlohn oft nicht so einfach leisten, heißt es. Im Allgäu sieht die Sache etwas anders aus.

Aufgrund der Wirtschaftslage "sollte es allen Betrieben möglich sein, diese Gehälter zahlen zu können", sagt beispielsweise Beate Drexler, Geschäftsstellenleiterin der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu. Ihrer Erfahrung nach zahlen Oberallgäuer Handwerksbetriebe in der Regel ohnehin bereits mehr als 515 Euro. Innungsbetriebe halten sich überwiegend an die Tarife, die meist höher liegen. Selbst bei den Friseuren liegt der Tarif demnach ab 01. August 2019 bei 515 Euro.

Auch bei Metall- und Elektroberufen sowie der Ausbildung im Handel sieht man dem verpflichtenden Mindestlohn für Auszubildende gelassen entgegen. Bei den IHK-Berufen sei die Höhe von 515 Euro so gut wie überhaupt nicht relevant, es handle sich in Schwaben und im Allgäu "nur um eine Handvoll Betriebe, die das unterschreiten", so Oliver Heckemann von der IHK Schwaben, Leiter Geschäftsbereiches berufliche Bildung.

Selbst bei traditionell eher schlechter bezahlten IHK-Ausbildungsberufen wie den Floristen liege der Tarif seit 01. April 2019 mit 604 Euro weit über dem anvisierten Mindestlohn. Spitzenreiter seien die Metall- und Elektroberufe mit 1035 Euro. Auch im internationalen Vergleich liege man in der Bezahlung bei Spitzenwerten.

Autor:

Holger Mock aus Kempten

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