Kaserne oder Hotel für Ordensburg

Sonthofen | uw | So gut wie seit Jahren nicht stehen Sonthofens Chancen, die Generaloberst-Beck-Kaserne (GOB) in militärischer Hand zu belassen. Die in der früheren NS-Ordensburg stationierte Schule für Feldjäger und Stabsdienst rückt Ende 2009 nach Hannover ab. Die Verlegung anderer Standort-Einheiten auf die Burg brächte der Stadt dann großes Entwicklungspotenzial. Doch es gibt auch Überlegungen, das Areal touristisch zu nutzen. Bürgermeister Hubert Buhl betont, dass für den Stadtrat die weitere Nutzung der GOB durch die Bundeswehr oberste Priorität hat.

Bundeswehr auf der 'Burg'

Standortsicherheit mit rund 1000 Dienstposten verspricht sich Buhl von der Variante, die restlichen Bundeswehr-Einheiten auf die Burg (31,7 Hektar) zu verlegen. Kosten: etwa 50 Millionen Euro. Wenn die Bauarbeiten im Jahr 2010 beginnen, könnten aus Grünten- und Jägerkaserne erste Einheiten 2012/2013 umziehen, schätzt Buhl. Bei den frei werdenden Kasernen denkt er insbesondere an Gewerbeflächen, die in Sonthofen und Umgebung fehlen. Und die Gewerbegebiete ließen sich zusammen mit anderen Orten entwickeln. Das bedeutet: Man teilt sich Kosten und Gewerbesteuer.

In der Grüntenkaserne (20,2 Hektar) könnte laut Buhl einiges abgerissen werden, um Platz für Neubauten zu schaffen. In der Jägerkaserne (12,5 Hektar) ist es diffiziler, weil dort einige sehr gut renovierte Gebäude stehen. Dazu zählt Buhl vor allem das Hörsaalgebäude, dass sich als Fachschule für Gastronomie und Tourismus eignen würde. Die Jägerkaserne bietet dafür eine sehr gute Anbindung an die B 308.

Kaserne als Luxushotel

Eine andere Option ist, Grünten- und Jägerkaserne zu belassen und die 'Burg' touristisch zu nutzen. Ein Investor hat Interesse bekundet. Die Rede ist von einem Luxushotel samt Golfplatz und Gastronomieschule; Fakten gibt es aber kaum. Man müsse die Chance aufrecht erhalten, solange der Bund nicht entschieden habe, betont Buhl. Ein Luxushotel mit etwa 1000 Betten biete ebenso viele Arbeitsplätze. Das gebe jungen Menschen Perspektiven. Und von außen in die Region fließendes Kapital stärke Handel und Handwerk. Erfordere das Projekt zusätzlich viel Grund um die Burg herum, sei es aber wohl recht schwierig umzusetzen. Buhl rechnet mit einem Zeitrahmen von fünf bis zehn Jahren.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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