In Mordfall noch keine Zeugen

Allgäu | bil | Rund 200 Autofahrer hat die Allgäuer Polizei befragt - doch auch die groß angelegte Befragung brachte die Ermittler im Mordfall Asta Gietenbruch nicht weiter. Wie berichtet, war die 39-jährige Mutter von zwei Kindern seit dem 17. September vermisst worden. Mitte Dezember entdeckte dann ein Angler die Leiche der Kemptenerin am so genannten Oy-Weiher zwischen Börwang und Wildpoldsried (Oberallgäu). Im Umkreis des Fundortes führte die Polizei eine groß angelegte Befragung von Anwohnern und Pendlern durch. Nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Kriminalpolizei Kempten, Lothar Fischer, gingen dabei zehn Hinweise ein. Sie bezogen sich laut Fischer jedoch nur auf Personen, die der Getöteten und dem mutmaßlichen Täter beziehungsweise deren Autos ähneln. 'Es war nichts dabei, was eindeutig auf den Fall schließen lässt', so der Kriminalhauptkommissar.

Der Hauptverdächtige des Mordfalls, ein 28 Jahre alter Marokkaner, hat nach Angaben der Kemptener Staatsanwaltschaft über seinen Anwalt beim Oberlandesgericht München Haftbeschwerde eingelegt. Die Entscheidung dazu steht laut dem Leiter der Kemptener Staatsanwaltschaft, Herbert Pollert, noch aus. Das Landgericht Kempten hatte die Haftbeschwerde zuvor abgewiesen. Der 28-Jährige war nach dem Verschwinden der 39-Jährigen festgenommen worden. Nach Polizeiangaben hatten die beiden ein Verhältnis. Außerdem sei der Beschuldigte die letzte Person gewesen, mit der die Frau vor ihrem Tod Kontakt hatte.

Wie sie ums Leben kam, wurde bislang nicht bekannt. Ihr Leichnam wurde zwar obduziert, 'uns liegt das schriftliche Ergebnis der Obduktion aber noch nicht vor', sagte Leitender Oberstaatsanwalt Pollert. Es gebe jedoch Hinweise auf eine Gewalttat und der inhaftierte 28-Jährige stehe unter dringendem Tatverdacht.

Anklage geplant

Obwohl keine weiteren Hinweise zu der Tat eingegangen sind und der Beschuldigte zu den Vorwürfen schweigt, wird er sich wohl vor Gericht verantworten müssen. 'Wenn durch die noch ausstehenden Ermittlungen kein anderes Ergebnis zutage kommt, wird gegen ihn Anklage erhoben werden', kündigt der Chef der Kemptener Staatsanwaltschaft an.

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