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Fahrerlose Taxis im Oberallgäu? Landkreis stellt Studie vor

Messfahrzeug der Firma 3-D-Mapping aus Holzkirchen zur Erfassung der Teststrecken.
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  • Messfahrzeug der Firma 3-D-Mapping aus Holzkirchen zur Erfassung der Teststrecken.
  • Foto: Heike Schmitt, Landratsamt Oberallgäu
  • hochgeladen von Holger Mock

Mit einem Bus ohne Busfahrer von A nach B: Gemeinsam mit der Hochschule Kempten ergründet der Landkreis Oberallgäu Möglichkeiten für autonome, bzw. hochautomatisierte Fahrzeuge im ländlichen Raum. In einer Pressemitteilung hat der Landkreis jetzt erste Ergebnisse der gemeinsamen Studie „Zukunft der Mobilität in Bergtälern“ veröffentlicht.

Demnach sind zwar Technik und Infrastruktur momentan noch nicht so weit, dass sich das automatisierte, elektrisch angetriebene Taxi tatsächlich realisieren lassen würde. Aber das Potential ist offenbar groß, gerade im ländlichen Raum, wo die Nahverkehrs-Angebote längst nicht so ausgebaut sind, wie in Ballungsräumen mit Bussen, Straßenbahnen, Taxen und Carsharing.

Im ländlichen Raum wären die Anforderungen an die Fahrzeuge höher. Dafür würden die automatisierten Fahrzeuge durch ihre viel höhere Auslastung und ihren elektrischen Antrieb, zum Klimaschutz wie auch zur regionalen Wertschöpfung (regional produzierter Strom als Energiequelle) beitragen. Laut der Studie wäre ein solches Auto rund um die Uhr nutzbar und würde ganz neue Möglichkeiten in den Allgäuer Bergtälern schaffen, wo heute ein flexibles ÖPNV-Angebot unbezahlbar ist. Um weiter an den Ideen arbeiten zu können, werden derzeit Gespräche mit möglichen Partnern aus der Automobilentwicklung geführt.

In der Abschluss-Veranstaltung zur Studie am 12. November 2018 wurde klar, dass noch viel passieren muss, bis der erste automatische E-Bus durch die Bergtäler fährt. Die Hersteller müssen ihre Fahrzeuge weiterentwickeln, eine Infrastruktur mit entsprechender Netzabdeckung und einer Leitstelle (ähnlich wie im Flugverkehr) ist dann ebenfalls zwingend notwendig. Weitere offene Fragen: Einsatzgrenzen, Sicherheit, Streckenführung, ein möglicher Fahrplan zu noch zu bestimmenden Tageszeiten. Im Rahmen eines Elektromobilitätskonzepts möchte der Landkreis Oberallgäu im kommenden Jahr weitere Antworten finden.

Messfahrzeug der Firma 3-D-Mapping aus Holzkirchen zur Erfassung der Teststrecken.
Landrat Anton Klotz mit den Projektpartnern.
Autor:

Holger Mock aus Kempten

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