Das hat nichts mehr mit einer dreckigen Werkstatt zu tun

Kemptenl feß l Bei der 11. Allgäuer Lehrstellenbörse am Samstag, 1. März, lautet das Schwerpunktthema Technische Berufe. Die Technik steht auch im Mittelpunkt, wenn am Samstag, 5. April, im Zuge der Allgäuer Lehrstellen-Offensive erstmals der Tag der offenen Lehrwerkstätten im Allgäu über die Bühne geht.

Technische Berufe sind schlecht bezahlt, es ist eine harte und anstrengende Arbeit und man ist den ganzen Tag umgeben von Lärm, Dreck und Staub. 'Solche Vorurteile haben leider viele Schulabgänger, wenn sie über die Berufswahl nachdenken', sagt Klaus Fischer von der Industrie- und Handelskammer.

Diese Erfahrung hat auch das Unternehmen Haslach Blechbearbeitung in Kempten gemacht. 'Viele haben völlig falsche, teils veralterte Vorstellungen von den Berufen', bestätigt auch Thomas Oswald, Konstrukteur bei Haslach Blechbearbeitung. Das Kemptener Unternehmen bildet technische Zeichner und Konstruktionsmechaniker im gewerblichen Bereich aus.

In Fertigung eingebunden

'Viele Jugendlichen können sich unter diesen Berufsbildern gar nichts vorstellen', so Oswald weiter. Sie seien ein modernes Hightech-Unternehmen, das mit einer dreckigen Werkstatt gar nichts zu tun habe. 'Sie stehen bei uns nicht zwei Jahre am Schraubstock und klopfen auf irgendwelchem Material herum', betont Oswald. Viel mehr würden die Auszubildenden in die Fertigung mit eingebunden und sollen lernen eigenverantwortlich und im Team eine Maschine zu bedienen. 'Es ist eine sehr abwechslungsreiche Arbeit, da wir von der Herstellung bis zur Verpackung alles selbst machen', ergänzt Peter Windisch, stellvertretender Fertigungsleiter bei Haslach Blechbearbeitung.

Nicht nur interessanter seien die technischen Berufe in den letzten Jahren geworden, sondern auch anspruchsvoller, findet Windisch. Dem stimmt auch Karl-Heinz Bergler zu, Ausbildungsleiter bei dem Memminger Unternehmen Berger. 'Es geht immer mehr weg von der Handarbeit, hin zum Programmieren von Maschinen', sagt Bergler. Vor allem mathematisches Verständnis sei Voraussetzung für diese Berufe. 'Wichtig ist auch Teamfähigkeit, denn die Maschinen werden meist von mehreren Personen bedient, da muss man gut zusammen arbeiten', ergänzt Winisch.

Die 11. Allgäuer Lehrstellenbörse findet am Samstag, 1. März, von 10 bis 16 Uhr im Berufsschulzentrum Kempten und im Berufs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer statt. Veranstalter sind: Allgäuer Zeitung, Berufs- und Technologiezentrum, Technikerschule Allgäu, Arbeitsagentur Kempten, Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer Schwaben sowie folgende Kemptener Schulen: Berufsschule 1, 2, und 3, Wirtschaftsschule. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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