Medizin-Skandal
Chefarzt am Klinikum Kempten in Münchner Transplantationsskandal verwickelt

Der Transplantations-Skandal an einem Münchner Krankenhaus, der 2012 bundesweit für einen massiven Rückgang von Organspenden mitverantwortlich war, strahlt bis ins Allgäu aus: Ein Chirurg, der nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft bei der Zuteilung von Spenderorganen manipuliert hat, ist inzwischen Chefarzt am Klinikum Kempten. Er wurde jetzt angeklagt.

Der Mediziner bestreitet alle Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft hat zweieinhalb Jahre ermittelt, bevor sie eine Anklageerhebung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung beantragte, die jetzt vom Gericht geprüft wird. In dieser Zeit wurde ein medizinisches Gutachten nach dem anderen angefertigt.

Letztlich erhebt die Staatsanwaltschaft in einer 125-seitigen Anklageschrift einen schwerwiegenden Vorwurf: Der 46-jährige gebürtige Allgäuer soll während seiner Zeit als Oberarzt in dem Münchner Transplantationszentrum falsche Laborwerte an die europaweit zuständige Vermittlungsstelle für Spenderorgane gemeldet haben, um die Chancen eigener Patienten bei der Zuteilung zu erhöhen.

Den ausführlichen Bericht mit Hintergründen finden Sie in der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 05.03.2015.

Die Allgäuer Zeitung erhalten Sie im ganzen Allgäu

Autor:

Peter Januschke aus Kempten

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