Chancenlos gegen Goliath

von Werner Kempf | Sonthofen Die beiden Mittelblockerinnen des Dresdner SC waren eine Klasse für sich. Sowohl Corina Ssuschke als auch Stefanie Karg holten sich den Ball wie ein Frosch die Fliege. Herausragend spielten auch die Zuspielerinnen des deutschen Meisters. Mareen Apitz und Ana Swietonska komponierten das Spiel der Gäste, legten den Hebel im richtigen Augenblick um und inszenierten intelligente Angriffszüge am Fließband. Die Sonthoferinnen hielten phasenweise sehr gut mit. Aber am Ende stand David gegen Goliath doch mit leeren Händen da. Mit 3:0 (25:17, 25:19 und 25:22) nahmen die Gäste vor 1000 Zuschauern die Punkte mit nach Sachsen. 'Die Dresdnerinnen haben uns ständig unter Druck gesetzt, so dass wir ein hohes Tempo gehen mussten', sagt Sonthofens Trainer Andi Wilhelm. Sowohl Annahme, Abwehr und Angriff seien stellenweise sehr gut beim TSV gewesen.

Und auch Zuspielerin Sabrina Dölle habe eine starke Leistung abgeliefert. Nur mit den Schnellangriffen über die Mitte ist der TSV-Coach nicht ganz zufrieden gewesen. 'Da muss mehr kommen', fordert Wilhelm. Loraine Henkel schaffte es kaum, sich gegen den starken Block auf der Gegenseite durchzusetzen. Deshalb sorgten die beiden Außenangreiferinnen Michi Eckl und Lina Meyer für die meisten Punkte auf Sonthofer Seite. 'Wir haben gut aufgeschlagen und stark angenommen', resümiert Michi Eckl. Aber ihr habe Team das hohe Niveau nicht halten können. Die Fehlerquote sei zu hoch gewesen, sagt die beste Spielerin der Sonthoferinnen. In den entscheidenden Phasen 'haben wir uns nach einem starken Beginn in den Sätzen zu sehr zurückgenommen und zu locker agiert'. Gute Ansätze beim TSV seien vorhanden, lobte Gäste-Coach Arnd Ludwig. Um besser zu werden 'hilft nur intensiveres Training'. Da liegt der große Unterschied zwischen David und Goliath. Dresden trainiert 30 Stunden die Woche, Sonthofen nicht einmal die Hälfe davon.

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