Video sorgte bundesweit für Schlagzeilen
Frau leistete bei Kemptener Corona-Demo im April Widerstand - Gericht verurteilt sie

Nachdem eine Frau bei einer Corona-Demonstration in Kempten Widerstand gegen die Polizei geleistete hatte, wurde sie jetzt verurteilt.
  • Nachdem eine Frau bei einer Corona-Demonstration in Kempten Widerstand gegen die Polizei geleistete hatte, wurde sie jetzt verurteilt.
  • Foto: Screenshot: Allgäu-TV
  • hochgeladen von allgäu.tv

Nachdem sich eine ältere Frau bei einer Corona-Demonstration in der Kemptener Innenstadt im April 2021 geweigert hatte den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten, wurde sie festgenommen. Später sorgten dann Videos von Teilnehmern der Demo, die den Vorfall beobachtet hatten, im Netz deutschlandweit für Aufsehen. Am Montag hat das Gericht in Kempten die Frau nun zu einer Strafe verurteilt. 

Der Vorfall im April 2021

Eigentlich war es eine Routine-Kontrolle der Polizei: Die Beamten wollten im April 2021 eine ältere Frau am Rande einer nicht genehmigten Corona-Demo in Kempten kontrollieren. Dabei verlangten die Polizisten auch den Personalausweis der Frau. "Ich hab keinen Personalausweis", war die Antwort der Frau auf die Forderung. Als die Polizeibeamten der Frau dann klarmachten, dass sie deshalb zu den Polizeiautos mitkommen müsse, eskalierte die Situation. Denn die Frau weigerte sich mit den Beamten mitzukommen. Daraufhin fesselten die Polizisten sie und nahmen sie fest. 

Videos und zahlreiche Beschwerden

Mehrere andere Personen, die an der Corona-Demonstration teilnahmen, filmten den Vorfall und beschwerten sich über das Vorgehen der Polizei. Die Videos wurden tausendfach geklickt und machten bundesweit Schlagzeilen. Auch im Netz hagelte es Beleidigungen und Vorwürfe. Die eingesetzten Polizisten sollen zu gewalttätig gehandelt haben, hieß es. 

Aussagen der Polizei zu dem Fall

Die Polizei bezog anschließend Stellung zu dem Vorfall und den Videos:  "Die Frau war mit der Räumung im Rahmen der verbotenen Versammlung nicht einverstanden und beleidigte im Anschluss die Polizeibeamt:innen", schrieb das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West damals in einer Instagramstory. Auch der Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West Dominic Geißler äußerte sich zu dem Vorgehen: "Die Dame war komplett uneinsichtig. Das Verhalten hat sich entsprechend gesteigert und letzlich war es so, dass die Frau einer Kollegin auf die Hand geschlagen hat, weswegen nun auch der Verdacht eines tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte besteht", sagte Geißler. 

Gericht Kempten verurteilt die Frau

Schließlich kam es zu einer Anzeige gegen die Frau. Die Frau musste sich am Montag unter anderem wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten. Zudem soll sie ein falsches Gesundheitszeugnis vorgelegt haben. Das Gericht in Kempten verurteilte die Frau deswegen zu einer Strafe von 4.000 Euro.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ