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Brexit könnte Jobs im Allgäu kosten

Jobverlust durch den Brexit? Laut dem Leipniz-Institut könnten allein im Unterallgäu über 200 Stellen gestrichen werden - weltweit sogar bis zu 600.000.
  • Jobverlust durch den Brexit? Laut dem Leipniz-Institut könnten allein im Unterallgäu über 200 Stellen gestrichen werden - weltweit sogar bis zu 600.000.
  • Foto: Ralf Hirschberger (dpa)
  • hochgeladen von David Yeow

Der Austritt Großbritanniens wird sich auch auf das Allgäu auswirken. Laut einer Veröffentlichung des Leibniz-Instituts aus Halle könnten einem harten Brexit allein im Unterallgäu bis zu 214 Jobs zum Opfer fallen. Ebenfalls genannt wurde auch der Landkreis Biberach mit 354 betroffenen Stellen und der Bodenseekreis mit 375 Arbeitsplätzen. Deutschlandweit könnte ein harter Austritt Großbritanniens rund 100.000 Jobs kosten.

Diese Zahlen wollte die IHK Schwaben so nicht bestätigen. Eine Sprecherin verwies darauf, dass Kündigungen und Stellenstreichungen letztlich immer eine unternehmerische Entscheidung seien. Trotz möglicher Umsatzeinbrüchen, seien viele Firmenchefs aber darum bemüht Arbeitnehmer zu halten.

Dennoch rechnet auch die IHK Schwaben mit einer spürbaren Delle durch den Brexit. Großbritannien ist für die schwäbische Wirtschaft der viertwichtigste Exportmarkt. Bayerische Unternehmen exportieren jährlich Waren im Wert von rund 14 Milliarden Euro. Besonders schwer würde ein harter Brexit die hiesigen Maschinenbauer, Automobilzulieferer und den Bereich Luft- und Raumfahrt treffen. Auch die Branchen Logistik, Nahrungsmittel und Verpackung würden einen harten Brexit deutlich spüren.

Grundsätzlich rät die IHK allen Unternehmen, sich auf einen harten Brexit einzustellen - auch dann, wenn kein direkter Kontakt nach Großbritannien besteht. So sollten beispielsweise Lieferwege genau analysiert werden.

Spürbar ist der anstehende Brexit bereits jetzt. Schwabenweit sind die Ein- und Ausfuhren nach Großbritannien zuletzt um sieben Prozent geschrumpft. Dem entgegen steht ein Wachstum bei den Im- und Exporten in andere EU-Länder. Hier gibt es für viele Unternehmen aktuell also eine Möglichkeit, die negativen Auswirkungen des Brexit ein Stück weit zu kompensieren.

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