Eishockey - Pressemitteilung
Warum Martin Zahora nun doch nicht für den ESC Kempten spielt

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  • Foto: Felix Heyder (dpa)
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„Eier,wir brauchen Eier“ so eins der berühmtesten Zitate von Torhüter Legende Oliver Kahn.und das er damit nicht die Frühstücksbeigabe meinte sondern den Charakter seiner Spielerkollegen ist jedem klar.
Und genau dies hätte man auch von Kemptens Neuzugang Martin Zahora erwartet, der nun ohne ein einziges Spiel absolviert zu haben bereits wieder seine Tasche gepackt hat und in Richtung Passau abgereist ist. Doch wie kam es zu dieser Situation und was gilt heute noch das Wort eines Mannes?

Erst vor zwei Wochen wurde er stolz von den Sharks als Rückkehrer und Neuzugang präsentiert. Zahora hatte sich mit den Verantwortlichen auf einen Vertrag über zwei Jahre geeinigt, bereits am Training teilgenommen, Pass und Transferkarte waren vom TEV Miesbach angefordert. Martin wollte unbedingt zurück nach Kempten und hier zusammen mit seiner Lebensgefährtin die nächsten Jahre sesshaft werden.
Schnell wurde ihm ein Vollzeitjob bei einem Partner des ESC vermittelt, Wohnraum zur Verfügung gestellt. Die Trikots mit seiner Nummer und seinem Namen lagen bereit. Alles war arrangiert. Und Zahora hatte auch die Aussicht umgehend zu spielen, die Trainer hätten die Kontingentspieler im Wechsel eingesetzt. Zudem sollte Zahora im Nachwuchsbereich das Training unterstützen, wie es zum Beispiel Adrian Kastel-Dahl vorbildlich macht. Doch jetzt kommt sein Spielervermittler auf den Plan. Fraglich ist generell warum man mit 24 Jahren für das Eishockey in der Landes- und Bayernliga solch einen Berater braucht.

Während Zahora bereits in Kempten zugesagt hat und auch vor Ort und im Training war hat sein Berater, selbst ehemaliger Profispieler, in Deutschland bis zur zweiten Liga aktiv, den Spieler weiter bei anderen Vereinen angeboten, unter anderem in Passau. Schnell war sich der Berater dann mit den Niederbayern einig und der Spieler wechselt nun gegen seinen eigenen Willen. Es wirft ein trauriges Bild auf den Amateursport wenn sich junge Spieler schon dem Diktat des Geldes und ihrer Berater unterwerfen müssen. Ein wenig mehr Menschlichkeit würde dabei allen gut zu Gesicht stehen. Zahora fiel der Abschied aus Kempten sichtlich schwer, aus für den ESC unerklärlichen Gründen muss er nun für Passau spielen.

In einem abschließenden Gespräch am Montag Abend hat er sich beim Vorstand und allen Beteiligten unter Tränen entschuldigt:“ Mein Herz gehört nach Kempten aber ich muss nach Passau wechseln obwohl ich das nicht möchte. Es tut mir im Herzen weh, aber es geht nicht anders. Ob es das wert war, bei einem anderen Verein einen verletzten Spieler für die nächsten sechs Wochen zu ersetzen darf bezweifelt werden. Und sollte Passau in die Abstiegsrunde müssen und dann auch noch zu den Sharks wird sich Zahora auf einen windigen Empfang der Kemptener Fans einstellen dürfen.

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