Buchloe
Schweinfurt war keine Reise wert

Die Pirates mussten am Sonntagabend vor 1150 Zuschauern im «Ice Dome» beim amtierenden Bayernliga-Meister frühzeitig die Segel streichen und nach einer bitteren 1:8-Niederlage (0:5, 1:1, 0:2) die weite Heimreise antreten. Dafür hatte Sportlicher Leiter Jürgen Warkus am Montagmorgen eine positive Nachricht parat und machte den Spekulationen um den vakanten Trainerposten ein Ende: Norbert Zabel ist ab sofort wieder Trainer der Pirates und wird bereits am Dienstag das Training leiten (siehe auch Nachgefragt).

Die Entscheidung in Schweinfurt war bereits nach dem ersten Drittel gefallen, denn die Freibeuter lagen schon aussichtslos mit 0:5 im Hintertreffen. Dabei hatte der ESV noch den besseren Start gehabt und war sofort in Richtung Tor der Mighty Dogs gestürmt. Die Gastgeber wirkten anfänglich sehr nervös, gingen allerdings gleich mit dem ersten nennenswerten Angriff durch Stephan Trolda (3.) in Führung. Fortan schlug es in regelmäßigen Abständen im Buchloer Tor ein. Reiser (5.), Thurner (9.), Richter (14.) und Juhasz (17.) entschieden die Partie früh zugunsten der Hausherren. «Leider wurden wir im ersten Drittel mal wieder regelrecht überfahren. Wir haben wie eine Heimmannschaft begonnen, anstatt erst einmal abzuwarten, wie es eigentlich abgesprochen war», ärgerte sich Jürgen Warkus. Nach einer ordentlichen Kabinenpredigt von Interimstrainer Michael Städele lief es im Mitteldrittel dann zumindest etwas besser für die Piraten.

Die Abwehr stand deutlich sicherer, im Angriff ergaben sich immer wieder gute Gelegenheiten, die Schweinfurts Torhüter Ole Swolensky zunächst allesamt zunichtemachte.

Dennoch gelang den Gastgebern, die sich nun mehr und mehr auf das Verwalten des klaren Vorsprungs beschränkten, der nächste Treffer. Josef Eckmair trug sich in die Torschützenliste ein und erhöhte auf 6:0 (29.). Zehn Sekunden vor Drittelende erzielte Peter Vrbas doch noch den ersten und einzigen Buchloer Treffer an diesem Abend (40.). Im Schlussabschnitt tat sich dann nicht mehr allzu viel. Erwähnenswert lediglich noch der Schweinfurter Doppelschlag durch Michael Thurner (42.) und Alex Funk (43.) zum verdienten 8:1-Endstand. In der Schlussphase löste Fritz Hessel noch Florian Warkus im Buchloer Tor ab und lies keinen Treffer mehr zu.

«Alter» Trainer ist auch der neue

Ein Ende hat auch das Rätselraten in der Frage nach dem Nachfolger von Franz-Josef Baader. Norbert Zabel hat ab sofort wieder das Sagen an der Bande beim ESV. Zabel, der Anfang November beim Oberligisten EV Landsberg zurückgetreten war, war vor seinem Engagement in Landsberg bereits vier Jahre lang erfolgreich an der Gennach tätig. Unter seiner Leitung waren die Pirates in die Bayernliga aufgestiegen und hatten dort mit ihrem Playoff-Einzug für Furore gesorgt.

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