Landshut / Kaufbeuren
Problemzone Überzahlspiel

Nichts zu holen gab es für den ESV Kaufbeuren am Freitagabend bei den Landshut Cannibals. «Wir haben gegen eine bessere Mannschaft verloren», sagte ESVK-Trainer Ken Latta nach der 2:4-Niederlage im bayerischen Zweitliga-Derby.

Seine Schützlinge konnten in den ersten acht Minuten zwei Überzahlmöglichkeiten nicht nützen und mussten fünf Minuten später erfahren, dass die Dreihelmenstädter gerade neun Sekunden benötigten, um ein Powerplay erfolgreich abzuschließen. «Es liegt zur Zeit an unserem Überzahlspiel», so Latta, «dass es nicht so läuft». Etwas mehr als zwei Minuten nach dem 1:0 erhöhten die Gastgeber, die mit Torjäger Peter Abstreiter, Tom Kühnhackl und Tobias Rieder gleich auf eine ganze Reihe verzichten mussten, auf 2:0.

Dabei hatte sich die Latta-Truppe durchaus einige Möglichkeiten bis zur ersten Pause erarbeitet, scheiterte aber immer wieder an Torwart Martin Cinibulk. «Wir standen gut in Unterzahl, und Martin hat den Vorsprung verteidigt», fasste EVL-Coach Tobias Abstreiter das Auftaktdrittel zusammen.

Kurz nach Wiederbeginn, just als Landshuts Elsner von der Strafbank zurückkehrte, gelang zwar Daniel Oppolzer der Anschlusstreffer, die Niederbayern zeigten sich aber keinesfalls geschockt. Innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten zogen sie in Überzahl auf 3:1 und in numerischer Ausgeglichenheit sogar auf 4:1 davon.

«Ich denke, die Special Teams machten heute den Unterschied aus», sagte der Landshuter Übungsleiter «und Ryan McDonough». Der quirlige Kanadier erzielte den ersten und letzten Treffer der Kannibalen und war an den beiden anderen jeweils beteiligt. Gerade die Reihe mit den beiden Kanadiern, McDonough und Toomey sowie Max Forster ließ die Kaufbeurer Abwehr des Öfteren alt aussehen.

«Zur Zeit fürchte ich in erster Linie unseren gelegentlichen Schlendrian», hatte Coach Abstreiter vor einer Woche verlauten lassen. Und genau dieser ermöglichte dem ESVK den zweiten Treffer. Weder Kapitän Toupal noch Verteidigerkollege Wagner brachten die Scheibe aus dem Drittel, so dass Petr Sikora einschießen konnte. Ausgerechnet Sikora sollte dann zur tragischen Figur im Schlussabschnitt werden. «Ich hoffte, ich würde zu dieser Szene nicht gefragt werden», scherzte Latta. «Es bringt nichts, über Schiedsrichterentscheidungen zu diskutieren», fuhr er ernster fort. Bei Kaufbeurer Überzahl fuhr der Routinier auf das Kannibalen-Gehäuse zu und kam zu Fall. Jeder im Stadion rechnete mit einer Strafe gegen die Gastgeber. Zur Überraschung aller musste der Joker-Stürmer wegen einer angeblichen Schwalbe auf das Sünderbänkchen.

Seine lautstarken Proteste beendeten seinen Arbeitstag in der 50. Minute vorzeitig.

Im Gegensatz zum ersten Gastspiel der Joker in Landshut konnten die Allgäuer diesmal die Führung der Niederbayern nicht mehr gefährden.

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