Kaufbeuren
Joker beißen sich an den Lausitzer Füchsen die Zähne aus

'Wenn im ersten Drittel neun von siebzehn Spielern nicht im Spiel sind, im zweiten Drittel von diesen neun nur fünf kapieren um was es geht und erst im letzten Drittel alle mitmachen, dann kannst Du dieses Spiel nicht gewinnen.' Mit diesen Worten kommentierte Ken Latta die Leistung seiner Mannschaft bei der 2:3 Niederlage der Lausitzer Füchse. 2189 Zuschauer sahen ein hartes und enges Spiel, bei dem sich die Lausitzer Füchse durch konsequente Defensivarbeit und blitzschnelle Konter auszeichneten und den Jokern damit den Schneid abkauften. Die ersten acht Minuten gehörten zwar dem ESVK, doch einer der vielen gefährlichen Querpässe fand in der 15. Minute Danny Albrecht, der zur nicht unverdienten Führung der Gäste abschloss.

Die Joker hatten bis zu diesem Zeitpunkt lediglich durch Mike Wehrstedt in der 4. und Jordan Webb in der 9. Minute gefährlich vor dem Gehäuse von Gästekeeper Jonathan Boutin auftauchen. Go Tanaka hatte in der 19. Minute nach einem schönen Solo den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber am Schoner von Boutin.

Der Beginn des zweiten Drittels gehörte den Gästen aus Weißwasser, die durch einen schönen Gegenangriff von Dominic Krabbat allerdings unterbrochen wurde. Richtig Glück hatten die Joker, als Thomas Tragust eine Scheibe hinter dem Tor unterschätzte und diese zu einem Lausitzer Spieler gelangte, der den Puck aus spitzem Winkel nicht im leeren Gehäuse unterbringen konnte.

Nach einer überstandenen Unterzahlsituation versuchten die Joker zum Ausgleich zu gelangen, doch leider konnten weder Rob McFeeters noch Daniel Oppolzer in der 28. Minute ihre Chancen verwerten. Kurz darauf fiel das 0:2, als einige Spieler des ESVK zum wechseln fuhren und dadurch den Gästen aus der Lausitz eine 3 auf 1 Situation ermöglichten, die Markus Lehnigk mustergültig abschloss. Doch wie schon so oft in dieser Saison zeigten die Mannen von Ken Latta Moral und gelangten keine Zeigerumdrehung später zum Anschlusstreffer durch Petr Sikora, der einem gegnerischen Verteidiger die Scheibe abluchste und dann Gästegoalie Boutin mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte.

Bis zum Drittelende nahm die Intensität des Spiels zu und es gab Strafen auf beiden Seiten, die jedoch zu keinen weiteren Treffern mehr führten. Bemerkenswert in der Schlussphase des zweiten Drittels war außerdem die inkonsistente Regelauslegung der Linesmen, was das Icing anbelangte; dies führte vermehrt zu Unmut auf den Rängen und dem Eis.

Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay für die Joker und sollte sich als Startsignal eines offensiven Sturmlaufes herausstellen. Vor allem Go Tanaka und Daniel Oppolzer hatten allein bis zur 47. Minute gleich mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterten jedoch ein ums andere Mal an Gästegoalie Boutin. In der 48. Minute sah sich Gästetrainer Rohrbach nach einem Schlagschuss von Emil Ekblad und einem Bauerntick-Versuch von Jakub Körner genötigt eine Auszeit zu nehmen um seine Mannen wieder auf Kurs zu bringen.

Und dies sollte sich - nachdem Anton Saal nochmals eine schöne Chance ungenutzt ließ – auszahlen. Ein Kaufbeurer Spieler vertändelte an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe und wusste sich nach einem verlorenen Laufduell nur noch durch ein Foul zu helfen, was Schiedsrichter Ninkov durch einen Penalty ahndete. Zu diesem lief Ervin Masek an, der aber am rechts am Tor vorbeizielte und damit nicht für die Vorentscheidung sorgen konnte.

Nach einer weiteren Drangphase der Joker kam Masek dann doch zu seinem Tor, indem er einen weiteren Gästekonter nach 55 Minuten zum 1:3 abschloss. Doch wieder zeigten die Hausherren Moral. Nach einem wunderschönen Diagonalpass von Petr Sikora hämmerte Jakub Körner nicht unbedacht drauf sondern legte nochmals diagonal für Daniel Oppolzer ab, der die Scheibe in der 57. Minute zum 2:3 nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte. Ken Latta versuchte noch einmal alles und nahm nach einer Auszeit Thomas Tragust vom Eis. Die Joker schnürten die Lausitzer in den Schlusssekunden im eigenen Drittel ein, kamen aber nicht mehr zum Ausgleich.

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