Memmingen
«Ich habe es genossen, hier spielen zu dürfen»

Man darf ihn in Memmingen ohne Übertreibung als lebende Eishockey-Legende bezeichnen: Paul Lowden. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Peter bildete der heute 46-Jährige Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre beim SC Memmingen (SCM) mit den Rückennummern 16 und 17 ein Sturmduo, das man rund um die Eissporthalle am Hühnerberg niemals vergessen wird. Am Dienstagabend kam der Kanadier als Trainer einer Auswahl von nordamerikanischen College-Spielern in die Memminger Eissporthalle, um ein Freundschaftsspiel gegen die Memminger Indians zu absolvieren (siehe nebenstehenden Bericht). Unser Redaktionsmitglied Manfred Jörg, der das Gespräch auch aus dem Englischen übersetzte, unterhielt sich vor der Partie mit dem ehemaligen SCM-Stürmerstar.

Herr Lowden, wie lange waren Sie denn schon nicht mehr in Memmingen?

Paul Lowden: Seit 1996 nicht mehr. Aber die Stadt nimmt für immer einen speziellen Platz in meinem Herzen ein. Mein Bruder und ich haben es wirklich genossen, hier spielen zu dürfen. Meine Zeit in Memmingen ist ein ganz besonderer Teil meines Lebens. Nicht zuletzt auch, weil meine 18-jährige Tochter während dieser Phase auf die Welt kam.

«Wir sind von allen gut behandelt worden»

Haben Sie noch mehr Kinder?

Lowden: Ja, eine weitere Tochter, die 16 ist, und einen siebenjährigen Sohn.

Haben Sie Lieblingserinnerungen an die Zeit in Memmingen?

Lowden: Ich möchte ganz generell sagen: Wir hatten damals ein fantastisches Team und großartige Fans. Mein Bruder und ich sind von allen sehr gut behandelt worden.

Wo haben Sie noch gespielt, nachdem Ihr Engagement beim SCM 1993 beendet war?

Lowden: Nur noch in Deggendorf. Danach bin ich zurück nach Nordamerika gegangen.

Spielen Sie heute noch Eishockey?

Lowden (lacht): Oh, nein. Ich bin nur noch Trainer, und zwar bei den «Davenport Panthers».

Wie geht es eigentlich Ihrem Zwillingsbruder Peter?

Lowden: Er lebt mittlerweile in Toronto in Kanada und hat dort ein eigenes Restaurant.

Und was machen Sie, wenn Sie nicht gerade mit einer nordamerikanischen Auswahl auf Europa-Tournee sind?

Lowden: Ich bin sportlicher Leiter an der Davenport Universität in Grand Rapids (Stadt im US-Bundesstaat Michigan, Anm. d. Red.) und dort für alle Sportarten zuständig.

«Es war toll, bei einem Bier über die alten Zeiten zu plaudern»

Verfolgen Sie eigentlich auch noch das Eishockey-Geschehen in Memmingen?

Lowden: Ja, aber hauptsächlich über das Internet. Ich weiß zum Beispiel, dass die Indians sechs sehr schwere Wochen vor sich haben.

Haben Sie im Allgäu noch Freunde, mit denen der Kontakt niemals abgerissen ist?

Lowden: Na klar, Peter Gemsjäger zum Beispiel (früherer SCM-Funktionär und heutiger Teammanager der ECDC-Damen sowie Jugendleiter des Vereins, Anm. d. Red.). Und in Füssen habe ich mich unter anderem mit meinem früheren Mannschaftskameraden Markus Gmeiner getroffen. Es war toll, bei einem Bier mit ihm über die alten Zeiten zu plaudern.

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