Crimmitschau / Kaufbeuren
ESVK will Fans erfolgreichen Auftakt im neuen Jahr bieten

«Das war ein Spiel, in dem jeder seine Chancen hatte», meinte ein sichtlich zufriedener Trainer Ken Latta nach dem knappen Erfolg seiner Mannschaft bei den Crimmitschauer Eispiraten. Der Kaufbeurer Coach schrieb den Westsachsen zwar Vorteile bei den Spielanteilen zu, sein Torhüter Thomas Tragust erwies sich jedoch als ein sicherer Rückhalt.

Im entscheidenden Penaltyschießen vereitelte der Italiener zwei Versuche der Crimmitschauer recht souverän, während auf der anderen Seite Jakub Körner mit seinem Treffer den zweiten Punkt für den Aufsteiger sicher stellte. Zuvor hatte bereits Mats Lindmark die Scheibe in das Tor der Eispiraten befördert, erhielt aber vom insgesamt recht konfus agierenden Hauptschiedsrichter Steffen Klau keine Anerkennung.

Kaufbeuren war bereits nach 144 Sekunden in Führung gegangen. In einer Überzahlsituation setzte Petr Sikora die Scheibe an den Pfosten, worauf Mike Wehrstedt am schnellsten reagierte und Crimmitschaus Goalie Marko Suvelo keine Chance ließ. Anschließend rückte das Tor von Thomas Tragust in den Mittelpunkt des Geschehens, sodass der Ausgleich nur eine Frage der Zeit sein sollte. Die Crimmitschauer vergaben drei große Möglichkeiten, bevor der einstige Kaufbeurer Kevin Saurette den Puck irgendwie über die Linie brachte.

Die Gastgeber waren zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann mehr auf dem Eis, trotzdem war der Treffer umstritten. Thomas Tragust wurde von einem Crimmitschauer Spieler behindert, was der Schiedsrichter allerdings übersah (7.). Die Allgäuer zeigten sich aber alles andere als geschockt und gingen 135 Sekunden nach dem 1:1 erneut in Führung. Jordan Webb profitierte dabei von einer Auszeit der Eispiraten-Hintermannschaft.

Wenig später schickte der Schiedsrichter Crimmitschaus Top-Scorer Scott Champagne nach einem hohen Stock gegen Marc Stotz in die Kabine. Ken Latta dazu: «So etwas passiert im Eishockey, in Deutschland hat das halt gleich eine Spieldauerdisziplinarstrafe zur Folge.» Kaufbeuren versäumte es aber, den Vorsprung auszubauen. Schließlich spielten die Allgäuer anderthalb Minuten sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis.

Drei Spiele in fünf Tagen

Mit Beginn des zweiten Drittels machte sich bei beiden Mannschaften ein Kräfteverschleiß bemerkbar. «Drei Spiele in fünf Tagen, dazu noch die weiten Busfahrten - das schlaucht schon», meinte Ken Latta und lobte die Moral seiner Spieler. Die steckten nach dem erneuten Crimmitschauer Ausgleich - Adriano Carciola traf aus Halbdistanz (33.) - nicht auf. Jordan Webb (38.) und Mike Wehrstedt (51.) hatten in der regulären Spielzeit zwei große Möglichkeiten für den dritten Treffer. Der fiel auch nicht in der Verlängerung, in welcher die Kaufbeurer anfangs Vorteile hatten. Kapitän Emil Ekblad (62.) und Rob McFeeters (64.) scheiterten an Marko Suvelo.

Mit Blick auf das morgige Heimspiel der Kaufbeurer gegen die Lausitzer Füchse hofft Ken Latta, dass sich seine Mannschaft über den Jahreswechsel regeneriert hat. «Wir wollen unseren Fans im eigenen Stadion einen erfolgreichen Auftakt ins neue Jahr bieten, dürfen aber den Gegner nach der langen Busfahrt nicht unterschätzen.»

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019