Garmisch-Partenkirchen
ESVK kann doch noch siegen

Nach drei Niederlagen in Folge ist der ESV Kaufbeuren am Freitagabend beim SC Riessersee wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Und wie! Von der ersten bis zur letzten Minute präsentierte sich das Team von Ken Latta als schneller, aggressiver, bissiger, hungriger. Das sah auch Marcus Bleicher so. «Kaufbeuren hat an diesem Abend ganz stark gespielt und war klar überlegen», lautete die Analyse des ehemaligen Trainers sowohl des ESVK als auch des SCR.

«Garmisch hingegen erwischte einen rabenschwarzen Tag, aber so etwas passiert einfach mal im Eishockeygeschäft.» So wie Bleicher sahen das auch seine beiden Trainerkollegen Latta und Maurizio Mansi sowie die 1559 Zuschauer im Garmisch-Partenkirchner Olympia Eissportzentrum. Schon nach 15 Sekunden hatte Daniel Oppolzer die erste Chance für die Gäste, doch der 20-jährige scheiterte an Mark McArthur im Tor des SCR. Die nächste Gelegenheit ergab sich dann jedoch für die Gastgeber. ESV-Torhüter Thomas Tragust ließ sich hinter dem Tor von Tim Regan die Scheibe abluchsen, doch ehe der Stürmer den Puck in Richtung Tor schießen konnte, war Kaufbeurens Goalie schon wieder zur Stelle und konnte das Spielgerät sicher herunterpflücken.

Als auch Garett Bembridge eine Vorlage Andrew McPhersons nicht im ESV-Tor unterbringen konnte, schnauften die gut 200 mitgereisten Kaufbeurer Fans erleichtert durch.

Kurz darauf taten sie ihre Freude kund: McPherson saß auf der Strafbank, als Oppolzer ins Garmischer Drittel eindrang, quer spielte und Rob McFeeters die Scheibe direkt links oben im Winkel versenkte. Die Freudengesänge waren kaum verstummt, da wurden sie auch schon wieder angestimmt. Dominic Krabbat nutzte eine Unachtsamkeit von McArthur und traf mit einem noch leicht abgefälschten Schuss ins kurze Eck zum 2:0. Im Lager der Gastgeber keimte nur einmal kurz Hoffnung auf. Und zwar als Mitte des zweiten Drittels McPherson in Überzahl den 1:2-Anschluss herstellte. Doch Mike Wehrstedt machte, ebenfalls bei personellem Vorteil, dem Glauben an die Wende einen Strich durch die Rechnung.

Glänzend frei gespielt von Petr Sikora traf der Kanadier zum 3:1.

Ein Spiegelbild dieses Treffers war auch das vierte Tor der Gäste, nur dass diesmal Jakub Körner den Pass Sikoras einnetzte. Innerhalb von nur vier Minuten traf Kaufbeuren weitere zweimal ins gegnerische Tor. Go Tanaka und Christof Aßner schraubten das Ergebnis bis zur Pausensirene auf 6:1. Dabei wurde der SC Riessersee teilweise regelrecht vorgeführt. «Alles was wir in den vergangenen Spielen gut gemacht haben, war diesmal weg», wunderte sich Garmischs Trainer Mansi. «Ich bin sehr enttäuscht von dem, wie wir uns heute präsentiert haben.»

Als kurzes Strohfeuer entpuppte sich Florian Vollmers Treffer zum 2:6 zu Beginn des Schlussdrittels, denn auch durch die Strafzeiten für Tanaka und Florian Bindl konnte der SCR nicht näher herankommen. Im Gegenteil: Nach einem Fehlpass der Garmischer im eigenen Drittel kam Sikora an die Scheibe. Mit dem Treffer zum 7:2-Endstand krönte der mittlerweile 40-Jährige seine exzellente Leistung. «Ich freue mich wahnsinnig über diesen Sieg», meinte Latta hinterher freudestrahlend. «Ich freue mich für die Mannschaft, für die Fans und natürlich auch für mich. Wir mussten lange auf diesen Moment warten. Es war eines unserer besten Spiele und der Erfolg hochverdient.» Das 7:2 war nämlich der erste Drei-Punkte-Sieg des ESVK seit dem 30. Oktober und zugleich der erste Pflichtspielsieg gegen Riessersee seit 1991!

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