Kaufbeuren
Die Joker können doch noch siegen

Nach fünf eher knappen Niederlagen in Serie zeigten die Joker vor 1.720 Zuschauern gegen Mitaufsteiger Hannover Indians, dass sie das gewinnen noch nicht verlernt haben und rangen die Niedersachsen mit 3:2 nach Verlängerung nieder. Wie bereits vorher angekündigt, gab es im Kaufbeurer Kader ein paar Veränderungen. Zudem stellte Ken Latta überraschend Mats Lindmark als Stürmer in die dritte Reihe. Für ihn verteidigte Sven Schittenhelm sehr ordentlich. Bei den Gästen gab es im Tor eine Überraschung. Nachdem Förderlizenztorhüter Thomas Ower bis zuletzt den Kasten gehütet hatte, stellte Trainer Joe West nicht Marek Mastic, sondern den Ex-Kaufbeurer Benjamin Voigt ins Tor. Nachdem sich beide Teams in der Anfangsphase abtasteten, stand in der achten Minute Florian Hechenrieder plötzlich im Mittelpunkt, als er seine Mannschaft mit einer tollen Parade vor dem Rückstand bewahrte. Nur wenige Zeigerumdrehungen später hatten auch die Hausherren gute Chancen. Zuerst konnte Mike Wehrstedt ein schönes Zuspiel von Peter Sikora vors Tor nicht verwerten.

Wenig später legte Wehrstedt auf Förderlizenzspieler Michael Fröhlich ab, der allerdings noch in letzter Sekunde am Torschuss gehindert wurde.

Als Mats Lindmark auf die Strafbank musste, brauchten die Gäste gerade einmal 20 Sekunden, um in Führung zu gehen. Kyle Doyle hatte nach einer unübersichtlichen Situation keine Mühe, den Puck im Kasten des guten Hechenrieder zu versenken. Die Joker versuchten wild entschlossen, noch in diesem Drittel den Ausgleich zu erzielen. Doch waren viele Aktionen von Unsicherheit und wenig Selbstvertrauen geprägt.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels rettete erneut Hechenrieder seine Mannschaft gegen den heranstürmenden Doyle vor einem höheren Rückstand. Fünf Minuten später stand erneut der Kaufbeurer Goalie im Mittelpunkt, als er mit Glück und Geschick den Puck letztendlich unter sich begrub. Die Gäste tauchten zwar nicht oft, dafür aber meist gefährlich vor dem Joker-Gehäuse auf.

So auch in der 34. Minute, als erneut der starke Kaufbeurer Torhüter innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal entscheidend eingreifen musste. Kurz vor Drittelende, nachdem Hannovers Olson nur die Latte anvisiert hatte, ergab sich für die Joker mit einer doppelten Überzahl die große Möglichkeit zum Ausgleich. Daniel Oppolzer vollende schließlich einen Abpraller zum vielumjubelten Ausgleich, nachdem er Sekunden zuvor noch an der Querlatte gescheitert war.

Im letzten Drittel plätscherte das Spiel nur so vor sich hin. Beide Mannschaften wollten nichts riskieren und spielten sehr diszipliniert. Doch die Joker wollten den Sieg unbedingt erzwingen und gingen in Überzahl durch Mike Wehrstedt mit einer trockenen Direktabnahme mit 2:1 in Führung.

Obwohl die Joker fortan sehr konzentriert weiterspielten, sollten sie dennoch kurz vor Schluß noch den Ausgleich kassieren. Als Florian Bindl auf der Strafbank hockte, rettete Nick Martens seine Mannschaft in die Verlängerung, obwohl beide Teams im Anschluß noch Siegchancen hatten.

Kapitän Emil Ekblad erlöste schließlich seine Mannschaft und die Zuschauer mit dem erlösenden 3:2 nach etwas mehr als 62 Minuten und im ganzen Stadion war förmlich der Stein zu hören, der allen wohl vom Herzen fiel.

In der anschließenden Pressekonferenz haderte Gästetrainer Joe West mit zwei hochkarätigen Chancen seiner Mannschaft im ersten Drittel. Außerdem war er mit der Strafe zur doppelten Unterzahl seiner Mannschaft, die zum Ausgleich führte, nicht einverstanden. Er gratulierte selbstverständlich seinem Freund Ken Latta zum Sieg.

Kaufbeurens Trainer sah kein schönes Spiel für die Zuschauer. Nach der Niederlagenserie war es für seine Spieler nicht einfach, da das Selbstvertrauen fehlte. Natürlich war er mit dem Ende der Niederlagenserie und den zwei Punkten zufrieden, die seiner Mannschaft 'Medizin fürs Selbstvertrauen' gegeben haben.

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