Eishockey
Chancenlose Joker gehen in München unter

Vom Gastspiel in der Landeshauptstadt kehren die Kaufbeurer mit einer klaren 1:7 Niederlage vor fast 6.000 Zuschauern in die Heimat zurück. Dabei waren die Joker bis auf die ersten fünf Minuten den wie entfesselt aufspielenden Gastgebern zu keiner Phase des Spiels gewachsen. Die Münchner legten vor toller Kulisse, darunter auch eine stattliche Anzahl an Jokerfans, los wie die Feuerwehr. Nach nur 68 Sekunden zappelte die Scheibe das erste Mal im Kasten von Florian Hechenrieder, der den Vorzug vor dem noch nicht ganz fitten Thomas Tragust erhalten hatte.

Mike Kompon konnte in aller Seelenruhe um und vor das Tor fahren und hatte keine Mühe, zu vollenden. Doch nach knapp drei Minuten waren die Joker wieder da, als Daniel Oppolzer in Überzahl einen Schlenzer von Emil Ekblad unhaltbar zum Ausgleich abfälschte.

Und die Kaufbeurer sorgten weiterhin für Gefahr vor dem Münchner Kasten. Innerhalb von wenigen Sekunden brannte es lichterloh. Doch beim nächsten Angriff der Gastgeber waren die Kaufbeurer Abwehrspieler erneut zu sorglos und konnten Niklas Hede nicht am erneuten Führungstreffer hindern.

Nahezu im Gegenzug hatte Michael Fröhlich aus kurzer Distanz erneut den Ausgleich auf dem Schläger. Sein Geschoß traf allerdings den guten Münchner Torhüter Vollmer. Als Mats Lindmark nach knapp zehn Minuten auf die Strafbank mußte, brauchten die Münchner nicht lang, um durch Schymainski auf 3:1 zu erhöhen.

Die Landeshauptstädter spielten sich mehr und mehr in einen Rausch gegen konfuse Joker. So folgte wenig später das 4:1 durch Lavallee, der erneut nach wenigen Sekunden in Überzahl erhöhte. Dabei beließen es die Gastgeber fürs erste Drittel.

Im Mittelabschnitt fand eine Kombination der ersten Reihe, die als einzige an diesem Abend auf Seiten der Joker gefährliche Situationen herausspielte, ihren Meister in Jochen Vollmer im Münchner Kasten. Als die Joker in Überzahl die Scheibe an der blauen Linie verloren, starteten die Münchner einen gefährlichen Konter, den Hechenrieder im letzten Moment mit einer ganz starken Parade entschärfen konnte.

Während die Heimfans bereits jubelten und sekundenlang die Tor-Fanfare ertönte, hatte Schiedsrichter Heffler schon längst auf Bully im Verteidigungsdrittel entschieden. Kurz vor Drittelende fiel allerdings doch noch das 5:1, als die Joker erneut in Unterzahl anfällig waren. Torschütze war Dave Reid, der keine Mühe hatte, sein Torkonto zu erhöhen.

Im Schlußabschnitt wollten die Münchner noch für ihre Fans zaubern. Bereits nach 31 Sekunden hatten die Gastgeber Dylan Gyori so schön freigespielt, dass dieser nur noch ins leere Tor zum 6:1 einschieben brauchte. Nach etwa 45 Minuten kassierten die Joker das vierte Unterzahltor in fünf Möglichkeiten zum 7:1 Endstand erneut durch Niklas Hede.

Der bedauernswerte Florian Hechenrieder konnte einem leid tun, wurde er von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen. Ken Latta gab nun seinen mitgereisten jungen Spielern ausreichend Eiszeit, die das Ergebnis mit viel Engagement ohne weiteren Gegentreffer über die Zeit brachten.

In der anschließenden Pressekonferenz war Ken Latta nicht gut auf den Großteil seiner Mannschaft zu sprechen. Lediglich seine erste Reihe sei heute existent gewesen. Symptomatisch wäre der verletzte Jordan Webb der beste Mann heute auf Kaufbeurer Seite gewesen.

Auf Münchner Seite vertrat Co-Trainer Peppi Heiß seinen Chef Pat Cortina. Er hatte eine wie entfesselt aufspielende Truppe aus München gesehen, die es sich im zweiten Drittel zu bequem gemacht habe. Dennoch hatte er vor dem Spiel viel Respekt vor den Jokern, die, wohl in Normalform, ein unbequemer Gegner seien.

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