Pfronten
«Bin kein Zauberer»

2Bilder

Der EV Pfronten hat einen neuen Trainer: Harald Waibel übernimmt mit sofortiger Wirkung das Ruder beim angeschlagenen Bayernligisten. Waibel stand bereits in der Vorsaison als Trainer der Falcons an der Bande, hatte sein Amt im Sommer jedoch aus privaten Gründen abgegeben. Umso überraschender kehrt der 37-Jährige nun zurück. Die Allgäuer Zeitung hat mit Waibel gesprochen.

Herr Waibel, im Sommer traten Sie aus privaten Gründen zurück, nun kehren sie zurück: Wie kommt es?

Harald Waibel: Im Sommer stand ich vor einer neuen Situation, deren Ausgang ich nicht kannte und daher nicht versprechen konnte, mich so für den Verein einbringen zu können wie in der vergangenen Saison. Deshalb hielt ich es für richtig aufzuhören.

Viele im Umfeld des Vereins halten Sie für den Einzigen, der diese Saison noch retten kann. Was denken Sie?

Waibel: Ich denke, dass diese Mannschaft besser ist, als sie dasteht. Ob es noch zum Klassenerhalt reicht, wird sich zeigen. Doch eines ist auch klar: Zaubern kann auch ich nicht.

Sie kennen den Großteil des Teams aus der Vorsaison ebenso wie die Liga: Was hat sich zum Vorjahr verändert?

Waibel: Auf der Position des Torhüters waren wir letztes Jahr überdurchschnittlich besetzt. Aber auch unsere Torleute in diesem Jahr haben schon ihre Klasse unter Beweis gestellt. Den größten Verlust haben wir in der Abwehr zu verzeichnen: mit Holger Völk haben wir unseren besten Verteidiger verloren. Aber auch die Abgänge von Thomas Köcheler, Felix Rachel und Fritzi Weinfurtner schmerzen.

Und was ist mit der Liga?

Waibel: Die Auf- und Absteiger zählen zu den besten Teams und haben keinesfalls etwas mit dem Abstieg zu tun. Das heißt, dass wir zwei Mannschaften hinter uns lassen müssen, die schon länger in der Bayernliga etabliert sind. Das wird schwierig, da die Möglichkeiten in Pfronten doch sehr begrenzt sind. Es ist eine Herkulesaufgabe, das Ziel Klassenerhalt noch zu verwirklichen. Wir haben allerdings auch nichts zu verlieren.

Sie haben sich die Entscheidung zurückzukehren nicht leicht gemacht - zumal die sportliche Situation als Letzter mit nur drei Punkten katastrophal ist.

Waibel: Ja, das ist richtig. Aber letztlich hat das Herz über den Verstand gesiegt. Ich wollte den Verein gerade in dieser Situation nicht im Stich lassen - und die Mannschaft ist mir ans Herz gewachsen. Wir werden jetzt gemeinsam versuchen, an die Leistungen des letzten Jahres anknüpfen. Es wird aber nicht von Heute auf Morgen funktionieren, da bitte ich um ein wenig Geduld.

Wo setzen Sie den Hebel an?

Waibel: Wir müssen zunächst an unserer Disziplin arbeiten. Wir können es uns nicht erlauben, uns unnötig in Unterzahl zu bringen, natürlich benötigen wir auch wieder gute Spiele, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Ich appelliere an den Zusammenhalt in der Mannschaft.

Pfronten verfügt sicher nicht über die individuelle Klasse anderer Mannschaften und muss deshalb über den Kampf, den Willen und den Zusammenhalt versuchen, das Ziel zu erreichen.

Wird es personelle Veränderungen in der Mannschaft geben?

Waibel: Ich will versuchen, die Mannschaft im Rahmen der Möglichkeiten punktuell zu verstärken. Mit Marijo Brcic, Thomas Steiner, Tobias Heiß, Markus Müller und Raphael Minnelli fallen wichtige Spieler aus. Zu anderen Veränderungen kann ich derzeit nichts sagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018