Fischen
Zwei Schweizer dominieren den Nachtsprint

Das nennt man einen Start nach Maß ins neue Jahr. Langläufer Sebastian Eisenlauer (19) vom SC Sonthofen war am Samstag beim Allgäuer Latschenkiefer-Nachtsprint in Fischen schnellster Allgäuer. Damit holte er sich vor 3000 Zuschauern den Titel des Allgäuer Meisters in der freien Technik. Nur einer lief beim internationalen «FIS-City-Sprint» schneller als der deutsche Juniorenmeister. Der Schweizer Weltcup-Läufer Andreas Waldmeier (27) zog im Finale in 1:31,15 Minuten auf der 800 Meter-Strecke an Eisenlauer vorbei. Bei den Frauen dominierte die Schweizerin Laurien van der Graaff (22). Die Lebensgefährtin von Waldmeier war zwei Sekunden schneller als die neue Allgäuer Meisterin Lucia Anger (18/SC Oberstdorf).

Waldmeier überquerte knapp drei Sekunden vor Eisenlauer die Ziellinie. «Ich bin gut gestartet und konnte dann das Rennen von vorne kontrollieren», sagte der Weltcupstarter. Ihm kam auch zu Gute, dass Eisenlauer in einer Kurve etwas strauchelte und so den Anschluss verlor. «Ich bin trotzdem voll zufrieden mit dem zweiten Platz», erklärte Eisenlauer.

Nicht zufrieden war Alexander Wolz vom TSV Buchenberg. Der 18-Jährige war Zweiter nach dem Prolog, doch im Halbfinale stürzte er und kam enttäuscht ins Ziel. «Ich ärgere mich total. Ich hatte nach dem Start eine wirklich gute Ausgangsposition und komme dann in eine Drängelei, die mich zu Fall bringt», sagte der Buchenberger traurig. Mit einem strahlenden Lächeln schrieb Lucia Anger Autogramme. «Jedes Jahr herrscht hier eine super Atmosphäre.

Es macht so viel Spaß um die engen Kurven zu fahren. Nur die Schweizerin war eben schneller», sagte sie. Was ihre Freude über den Allgäuer Titel aber nicht trübte: «Besser kann es ja gar nicht laufen.»

Hanna Kolb ehrt Sieger

Für sie gab es bei der Siegerehrung eine kleine Überraschung. Freundin und Teamkollegin Hanna Kolb (18) aus Buchenberg gratulierte ihr zum Titel. Kolb, die wegen einer Erkältung nicht teilnehmen konnte, schüttelte bei der Siegerehrung jedem die Hand. «Es war schon ein komisches Gefühl, mal nicht die Glückwünsche entgegen zunehmen, sondern sie zu verteilen. Aber ich glaube, die Kleinsten haben mich gar nicht gekannt», sagte die momentan beste deutsche Langläuferin mit einem verschmitzten Lächeln. Das wusste auch die Siegerin Laurien van der Graaff nicht.

Drei Stunden ist sie aus Davos nach Fischen gefahren - und das nicht nur wegen der tollen Atmosphäre. «Die Deutschen sind einfach die besten Fans. Sie sind so begeisterungsfähig.»

Begeistert sangen die Fans auch Elisabeth «Lissi» Hummel vom TSV Schwangau ein Ständchen. Sie wurde an ihrem 13. Geburtstag Allgäuer Meisterin in der Schülerklasse 13. «Meine größte Konkurrentin Katharina Müller ist gestürzt und so hatte ich einen großen Vorsprung», sagte das Geburtstagskind und machte sich damit selbst das größte Geschenk

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