WM nur als Durchgangsstation

Von unserem Mitarbeiter Tobias Schuhwerk, Oberstdorf - Sie kommt aus Italien, trainiert in Oberstdorf - und gilt als eines der begabtesten Eiskunstlauf-Talente. Carolina Kostner, 17, sieht die gestern eröffnete Weltmeisterschaft in Dortmund als Durchgangsstation auf dem Weg zu ihrem großen Ziel: eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin. Die Cousine der erfolgreichen Skifahrerin Isolde Kostner startet locker in ihre zweite Weltmeisterschaft. Als Ziel gibt sie an, 'ohne große Gedanken zu laufen.' Auch ihr deutscher Trainer Michael Huth räumt der Bozenerin nur Außenseiter-Chancen ein. Von einer Medaille könne die EM-Fünfte zwar träumen, 'aber die Realität und auch die Planung sieht noch ganz aus', sagt Huth, der die Eiskunst-Läuferinnen erst in zwei Jahren für medaillenreif hält.

'Bereicherung für die Szene' Mit 17 Jahren zählt Kostner in Dortmund zu den jüngsten Teilnehmerinnen. Jeweils sieben Jahre Altersunterschied trennen sie zu den von Michael Huth genannten Medaillen-Kandidatinnen: Michelle Kwan (Amerika), Fumie Suguri (Japan) und Elena Sokolova (Russland). Eine weitere Kandidatin, die Amerikanerin Alexandra Cohen, ist immerhin drei Jahre älter als Kostner. Dennoch sieht Huth seine Athletin schon heute als 'Bereicherung für die Eislaufszene.' Bei der WM im vergangenen Jahr belegte sie auf Anhieb den zehnten Platz. Zudem ist Kostner durch ihre EM-Plätzen vier und fünf mittlerweile auch dem Publikum ein Begriff. 'Was mich wundert ist, dass so viele mich kennen. Das ist so seltsam - weil ich Euch nicht kenne', schreibt die 1,67 Meter große Athletin auf ihrer Internetseite. Zumindest einen Fan wird sie in Dortmund herzlich begrüßen. Kostner zur AZ: 'Ich freue mich darauf, dass meine Mutti zuschauen kann, da sie mich so selten laufen sieht'. Nicht vertreten sein wird dagegen der zweite Schützling von Michael Huth: Der ebenfalls in Oberstdorf trainierende Silvio Smalun (24) hat sich durch seinen dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft nicht qualifiziert - und hat ohnehin andere Sorgen. Seit 1. März absolviert der gebürtige Erfurter im Rahmen seines Informatik-Studiums an der FH in Neu-Ulm ein Pflicht-Praktikum. i Eurosport überträgt am Freitag ab 13 Uhr das Kurzprogramm der Frauen und am Samstag ab 13 Uhr die Kür. Die ARD will am Samstag ab 15.15 Uhr ebenfalls aus Dortmund berichten.

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