Fahrradklima-Test
Wie zufrieden sind die Radfahrer in Allgäuer Städten?

Wie attraktiv ist Fahrradfahren in Allgäuer Städten?
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Wie steht es um die Fahrradfreundlichkeit in unseren Städten und Gemeinden? Das konnten Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Teilnahme bei der Umfrage zum ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub)-Fahrradklima-Test beurteilen. Nun sind die Ergebnisse da und zeigen: Die Radfahrer in Bayern haben viel Kritik. 

Auch in Allgäuer Städten wie Kempten, Memmingen, Kaufbeuren und Lindau wurden Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie zufrieden sie mit dem Radfahren in ihrer Stadt sind. Dabei schnitt die Unterallgäuer Stadt Memmingen noch am besten ab und liegt bei den Städten mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern auf Rang 24 von 311.

Kempten
Radfahren in Kempten ist laut den Umfragewerten nicht wirklich attraktiv. Mit einer Note von 4,3 landet die größte Stadt des Allgäus auf Rang 88 von 106 in ihrer Größenklasse. Befragte bemängeln vor allem, dass nur wenige Einbahnstraßen für
Radfahrer geöffnet sind. Außerdem wird die Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln kritisiert. Auch das Angebot an öffentlichen Leihfahrrädern könnte größer sein. Positiv bewerten die Teilnehmer die geringe Anzahl an Fahrraddiebstählen. Glatte und eben Radwege können punkten und es gebe kaum Konflikte mit Fußgängern.

Memmingen
Im Vergleich zu den anderen Allgäuer Städten schneidet Memmingen, was das Radfahren betrifft, gut ab: Die Stadt landet in ihrer Stadtgrößenklasse auf Platz 24 von 311. Positive Resonanz gibt es für den Winterdienst auf Radwegen. Auch die breiten Radwege kommen gut bei den Radfahrern an. Insgesamt fühlen sich die Memminger auf dem Rad in ihrer Stadt sicher. Negativ ins Gewicht fallen, ebenso wie in Kempten, das geringe Angebot an Leihfahrrädern und die Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem werden in Memmingen häufiger Fahrräder geklaut. 

Kaufbeuren
Handlungsbedarf besteht offenbar in Kaufbeuren: Die Stadt bekommt eine Note von 4,2 und belegt somit im Ranking ihrer Größenklasse den 249. Platz (von 311). In der kreisfreien Stadt werde kaum Werbung für das Fahrradfahren gemacht und das Radfahren werden auch nicht gefördert. Außerdem ist auch hier die Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln wenig attraktiv. Positive Bewertung gibt es für die sauberen Radwege und für geöffnete Einbahnstraßen. Außerdem sei das Stadtzentrum per Rad gut zu erreichen. 

Lindau
Die Hafenstadt Lindau fällt wegen ihrer Größe ins gleiche Ranking wie Memmingen und Kaufbeuren. Mit Platz 117 liegt die Stadt deutlich hinter Memmingen aber auch deutlich vor Kaufbeuren. Problematisch ist hier laut den Umfragewerten die Kommunikation mit Autofahrern und Fußgängern. Es komme häufig zu Konflikten. Was in Kaufbeuren derzeit verpasst wird, funktioniert in Lindau offenbar: Die Werbung für das Fahrradfahren und die Fahrradförderung in jüngster Zeit kommen bei den Westallgäuern gut an. Außerdem können die Räder sicher und komfortabel im Zentrum abgestellt werden. 

Die Umfragewerte zeigen, dass in den Allgäuer Städten noch viel zur Fahrradstadt fehlt und Handlungsbedarf besteht. Vor allem die wenig attraktive Mitnahme von Rädern in öffentlichen Verkehrsmitteln wird häufig kritisiert. Wie Ihre Stadt bei der Umfrage abgeschnitten hat, können Sie auf einer Karte des ADFC einsehen.

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