• 7. Juli 2009, 08:34 Uhr
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Allgäu
Wie nennt man was: Kalbinnen, Ochsen und Schumpen

Landläufig ist im Allgäu alles, was draußen auf der Weide steht und 'muh' macht eine Kuh. Doch so einfach ist es nicht. Als klassische Kuh wird genau genommen nur das weibliche Hausrind bezeichnet, nachdem es das erste Kalb bekommen hat. Die ersten ein bis drei Monate nach der Geburt ihres ersten Kalbes wird sie Jungkuh genannt. Tiere, die auch nachdem sie ihre Kälber gesäugt haben, noch Milch geben, heißen Milchkühe.

Weibliche Tiere ohne Nachwuchs werden Kalbinnen oder Färsen genannt. Die männlichen Tiere heißen Stier oder Ochse. Der Unterschied: Ochsen sind kastriert. Gemacht wird das aus verschiedenen Gründen. 'Zum einen, damit das Tier ruhiger ist und man es auf die Weide lassen kann und zum anderen weil das Fleisch dadurch langsamer wächst und marmorierter wird', sagt Georg Abele von der Kälber EG Allgäu.

Als Kalb (auch Kälble genannt) bezeichnet man die Tiere die ersten acht bis zehn Wochen. 'Danach heißen sie im Allgäu Schumpen oder Jungrind, bis sie etwa ein Jahr alt sind', sagt Abele. Wer nicht genau weiß, was für ein Exemplar er da vor sich hat, nennt es einfach Rind - das bezeichnet alle muhenden Tiere im Allgäu, unabhängig von Alter und Geschlecht.

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