Wankmiller-Clan zeigt Interesse an Hotel

Schwangau/Kleinwalsertal (boni). - Die mögliche Zwangsversteigerung des Hotels Adlerhorst bei Schwangau (Ostallgäu) hat offenbar den Füssener Wankmiller-Clan auf den Plan gerufen. Eigentümer der Immobilie in den Ammergauer Alpen ist der Verein Outward Bound, der in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Dessen Geschäftsführer Stefan Buckley bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung das Interesse der sektenähnlichen Gruppe um Wolfgang Wankmiller an der Immobilie. Derzeit laufen Sanierungsversuche, um Outward Bound vor der Insolvenz zu bewahren. Noch besteht ein durch das Amtsgericht für Anfang März angesetzter Termin für eine Zwangsversteigerung des 76-Betten-Hauses. Geschäftsführer Buckley jedoch blickt mit 'gemischt-guter Hoffnung' auf die laufenden Verhandlungen mit den Banken, allen voran die Raiffeisenbank Kleinwalsertal als Gläubigerin. Sollte es zu einer Lösung kommen, könnte der Verein wie bisher weiterarbeiten.

Ein Ergebnis dieser Gespräche soll Mitte nächster Woche vorliegen. Die Veröffentlichung der Zwangsversteigerung vor wenigen Wochen scheint auch innerhalb der Füssener Wankmiller-Gruppe mit Interesse gelesen worden zu sein. So sei ein Mitglied aus dem Führungszirkel der Gruppe bei der Deutschlandzentrale von Outward Bound in München vorstellig geworden. Der Verkehrswert des Adlerhorstes mitsamt fast drei Hektar Grund wird auf rund drei Millionen Euro taxiert. In und um Füssen besitzt die Gruppe um Wolfgang Wankmiller mittlerweile mehr als 20 Immobilien, die Mehrzahl davon in der Altstadt. Der internationale Verbund Outward Bound ist im Bereich Erlebnispädagogik und Jugendarbeit tätig und unterhält mehr als 40 Bildungszentren weltweit. Zu den vier Einrichtungen in Deutschland zählen die Häuser in Schwangau und auch das 74-Betten-Haus in Baad im Kleinwalsertal. Besonders der in der Nähe der Königsschlösser gelegene, vor zehn Jahren komplett neugebaute Adlerhorst weise eine hohe Übernachtungszahl auf, heißt es von Seiten des Vereins. Die finanziellen Probleme seien durch unwirtschaftliches Arbeiten Mitte der 90er-Jahre entstanden. Diese Altlasten verursachten nach Buckleys Ansicht die derzeitigen Liquiditätsprobleme.

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