Viele Ideen für viele Allgäuer Projekte

Lindenberg (bkl). - Eine einheitliche Radwege-Beschilderung, ein übergreifendes Kulturbüro und die Idee, den Allgäuer Käse besser zu vermarkten - das sind nur drei der vielen Projektideen der Allgäuer Aktionskreise des EU-Programms 'Leader plus' (siehe Wortweiser). Gestern trafen sich die Geschäftsführer der vier regionalen Aktionskreise auf Einladung der Regierung von Schwaben in Lindenberg (Westallgäu), um über allgäuweite Kooperationsmöglichkeiten zu sprechen. Fördergelder in Höhe von elf Millionen Euro stehen für schwabenweite 'Leader-Aktivitäten' bis zum Jahr 2008 bereit. Davon wurden zwei Millionen bereits bewilligt. Beim Treffen in Lindenberg, bei dem auch Dr. Angelika Schaller vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium dabei war, besuchten die Leader-Vertreter zunächst das Lindenberger Hutmuseum. Dann stellten Vertreter der vier Leader-Regionen ihre eigenen Projektideen vor. Der Aktionskreis Unterallgäu plant beispielsweise einen Imagefilm, in dem das Kneipp-Land als Gesundheitsregion dargestellt werden soll. Wichtig erscheint den Unterallgäuern dabei, den Begriff Kneipp zu verjüngen. 45 Gemeinden sind im Unterallgäu an Leader beteiligt, beworben hat sich der gesamte Landkreis. Im Ostallgäu sind 41 Gemeinden dabei. Die Ostallgäuer streben eine Radwegevernetzung an.

So sollen die bestehenden Wege einheitlich beschildert und landkreisübergreifend vernetzt werden. Außerdem ist ein 'soziales Bürgerbüro' geplant. Darin sollen sowohl die sozialen Anbieter der Region - wie etwa Caritas oder Rotes Kreuz - als auch die Hilfesuchenden eine zentrale Anlaufstelle finden. Alle kulturellen Angebote sollen in einem 'Kulturbüro Ostallgäu' gebündelt werden. Der Aktionskreis Altusried/Oberallgäu wurde inzwischen auf 15 Gemeinden erweitert. In dieser Region haben die Verantwortlichen eine Studie 'Illerbrücke' beantragt. Um einen Rundweg entlang der Iller zu komplettieren, ist eine Brücke nötig. Daneben ist in Buchenberg ein Hexenmarkt unter dem Motto 'Geheimnisvolles Allgäu' sowie ein 'Park der Sinne' an der Rehaklinik Oy-Mittelberg geplant. Die Westallgäuer Aktionsgruppe ist mittlerweile auf zwölf Gemeinden angewachsen. Hier ist eine einheitliche Beschilderung der Wander- und Radwegenetze vorgesehen. Außerdem soll ein Westallgäuer Nordic-Fitness-Park entstehen - mit rund 200 Kilometer beschilderten Wegen. Die Vorbereitungen für einen gemeinsamen Fremdenverkehrs-Prospekt samt Internet-Auftritt sind bereits angelaufen. Angestrebt wird im Westallgäu auch noch, den ÖPNV zu optimieren und flächendeckend auszubauen. Bei der Allgäuer Festwoche in Kempten wollen sich im August dieses Jahres die vier Leader-Aktionskreise der Region an einem gemeinsamen Stand präsentieren und ihre Projekte vorstellen.

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