Kempten
Überlebende endlich erreicht

Die Erlösung kam um 6 Uhr morgens: «Meine Tochter lebt, ich habe mit ihr telefoniert», erzählt überglücklich die in Kempten lebende Haitianerin Venita Zillner. Wie berichtet, hatten sie und ihre Schwester Helena Küchle-Magloire um ihre Angehörigen im Erdbebengebiet gebangt.

Nach Tagen der Angst gelang es den Frauen am frühen Freitagmorgen, ihre Familie per Handy zu erreichen. Allerdings wurde dabei auch traurige Gewissheit, dass ihre Mutter durch das Beben ums Leben gekommen ist. Venitas 26-jährige Tochter war zunächst ebenfalls unter Trümmern verschüttet - es habe lange gedauert, bis sie geborgen wurde. «Sie hat gesagt, dass sie um Hilfe gerufen hat, aber sich viele erst um ihre eigenen Familien gekümmert haben», so Venita Zillner.

Andere Familienmitglieder waren zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar nicht im Haus. Derzeit campiere ihre Familie an einem Hügel etwa 15 Kilometer von Port-au-Prince. Nancy traue sich trotz einer Beinverletzung nicht in die Hauptstadt zur Behandlung. Zu groß sei die Gefahr durch bewaffnete Plünderer. Venita Zillner bemüht sich nun darum, ihre Tochter zur Behandlung ins Allgäu zu holen. Das Rote Kreuz könne sie eventuell in einem leeren Hilfstransport mitnehmen. Bedingung sei aber ein Visum - wie sie an ein solches gelangen kann, ist derzeit noch unklar.

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